Diabetes- und Gefäßtag: Ein kleiner Pieks gibt Sicherheit

Von: psi
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Wissen Sie wirklich, ob Sie kein Diabetiker sind? Gewissheit liefern die zahlreichen Tests, die die Besucher beim 11. Diabetes- und Gefäßtag kostenlos in Anspruch nehmen können. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Der Diabetes- und Gefäßtag im Eschweiler Rathaus ist die meistbesuchte medizinische Veranstaltung der Indestadt. Schätzungsweise 5000 Bürger ließen sich in den vergangenen zehn Jahren einmal auf Diabetes testen.

Nicht genug, findet Apotheker Martin Katzenbach, Vorsitzender des lokalen Selbsthilfevereins: „Deutschland bleibt mit etwa zehn Prozent europäischer Spitzenreiter bei den erkannten Fällen der Volkskrankheit Nummer eins.” Vermutlich auch bei der Dunkelziffer, denn die Zahl der unerkannten Fälle steige ebenfalls kontinuierlich. „Dabei gibt es doch ganz gute Nachrichten. Diabetes lässt sich etwa zehn Jahre früher erkennen, so dass die oft gravierenden Folgeschäden noch rechtzeitig abgewendet werden können.”

Früherkennung lautet also die Devise. Es reicht einfach nicht, zu glauben, man sei schon nicht betroffen. Gewissheit liefern unter anderem die zahlreichen Tests, die die Besucher beim 11. Diabetes- und Gefäßtag am Samstag, 30. Oktober, zwischen 9 und 13 Uhr im Eschweiler Rathaus kostenlos in Anspruch nehmen können.

Wer etwa einen Früherkennungstest nach den Standards der Deutschen Diabetes-Stiftung machen möchte, der sollte unbedingt nüchtern am Morgen ab 9 Uhr den Weg ins Rathaus-Foyer suchen.

In Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital, dem Euregio-Gefäß-Zentrum, niedergelassenen Ärzten und Fachleuten bietet die Veranstaltung unter anderem eine orientierende Untersuchung der Halsschlagader per Ultraschalldiagnose.

„Mit einer harmlosen Ultraschalluntersuchung lässt sich innerhalb von Minuten feststellen, ob Sie gefäßkrank oder schlaganfallgefährdet sind oder nicht. Nutzen Sie die Chance zu einem kurzen Halsschlagadercheck”, so Dr. Rudolf Müller vom Euregio-Gefäß-Zentrum. Zusätzlich können die Besucher Cholesterin-, Blutdruck-, Vitalitäts- und Körperfett-Tests machen. Ernährungs- und Bewegungsberater geben wertvolle Tipps für das Leben mit Diabetes.

Angst vor einem negativen Untersuchungsergebnis ist völlig fehl am Platz. Dr. Burkhard Bündgens kennt sich als niedergelassener Facharzt für Innere Medizin bestens aus: „Wenn sich bei der Voruntersuchung ein schlechtes Ergebnis zeigt, kann man durch geeignete Maßnahmen das vollständige Ausbrechen der Krankheit größtenteils verhindern oder zumindest die Schwere der Krankheit deutlich begrenzen. Diabetiker leiden oft auch an unerkannten, schmerzlosen Durchblutungsstörungen. Organschäden, Herzinfarkt, Sehverschlechterung und Amputationen sind da leider programmiert.” Dr. Bündgens rät daher nicht nur zum regelmäßigen Blutzucker-Check, sondern auch zur konsequenten Kontrolle von Blutgefäßen und Herz.

Ab etwa 11 Uhr startet im Rathaus-Foyer eine kleine Vortragsreihe zu Diabetes-Themen, moderiert vom Eschweiler Diabetologen Peter Hellebrandt.

Prof. Dr. Uwe Janssens, Chef der Abteilung Innere Medizin am St.-Antonius-Hospital, gibt handfeste Tipps für die Früherkennung der Krankheit. Dr. Lothar Franz Nossek berichtet über das Netzwerk „Diabetisches Fußsyndrom”, und Dr. Matthias Ploch ermöglicht Einblicke über die mit der Diabetes verbundenen chronischen Erkrankungen.
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