DFB-Integrationspreis für die Stadt Eschweiler

Von: Patrick Nowicki
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Der große Moment: Bürgermeister Rudi Bertram (2.v.r.) nimmt den symbolischen Fahrzeugschlüssel in Empfang. Daneben Dr. Stephan Osnabrügge vom DFB, Mercedes-Verkaufsleiter Marc Risopp und Fußball-Nationalspieler Simon Rolfes. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Da staunte selbst Nationalspieler Simon Rolfes nicht schlecht, als Mehmetcan Örücü den Fußball durch die Luft wirbelte. Aber ein frischgebackener Wertrekordler im Fußball-Freestyle beherrscht eben andere Tricks als der derzeit verletzte Kapitän von Bundesligist Bayer Leverkusen.

Am Montag galt es jedoch, andere für ihre außergewöhnliche Leistung im Nutzfahrzeugzentrum von Mercedes-Benz auszuzeichnen: die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Eschweiler. Schließlich überzeugten ihre Projekte den Deutschen Fußball-Bund derart, dass Eschweiler den bundesweiten Integrationspreis erhielt.

Buntes Rahmenprogramm

„Fußball ohne Grenzen” lautete der Arbeitstitel, wohinter sich eine Fußballstadtmeisterschaft für Kindergartenkinder, Grundschüler und Mädchen verbarg. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm wurde im Sommer des vergangenen Jahres deutlich, dass Fußball in der Tat Grenzen überschreiten und Menschen verbinden kann.

Jennifer Apweiler, die die Preisübergabe mit der Gleichstellungsbeauftragten Sigrid Harzheim auch moderierte, Michaela Nießen, Thomas Ladwig, Hartmut Fröhlich, Gabriele Stolz und Sascha Monger haben weiterhin Großes vor. Die Stadtmeisterschaft soll ausgeweitet werden. Auch andere integrative Sportprojekte werden mit den Vereinen gemeinsam vorangetrieben.

Welche Rolle die Integration auch im Profifußball spielt, wusste Simon Rolfes zu berichten. „Auch in unserer Mannschaft spielen Menschen aus anderen Nationen mit anderen Mentalitäten, die gemeinsam Erfolg haben wollen”, erzählte er. Wichtig sei es, aufeinander zuzugehen. „Wenn man die Kinder heute mit ins Boot holt, hat man für die Zukunft gute Chancen. Vielleicht werden sie auch mal Nationalspieler”, nahm er den verbalen Pass des Bürgermeisters Rudi Bertram auf, der auf die zahlreichen deutschen Kicker mit Migrationshintergrund hinwies.

Im Mittelpunkt der Feierstunde stand natürlich die Fahrzeugübergabe. Denn mit dem Preis war ein neuer Mercedes Vito als Gewinn verbunden, den der Verkaufsleiter Nutzfahrzeuge der Mercedes-Benz-Niederlassung Aachen, Marc Risopp symbolisch überreichte: „Wir haben uns riesig für Eschweiler über diesen Preis gefreut.” Man habe schließlich in den vergangenen Jahren ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zur Stadt aufgebaut. Der Konzern ist Hauptsponsor des Deutschen Fußball-Bundes und damit auch der Deutschen Nationalmannschaft.

Lob vom Verband

Auch der Verband war prominent vertreten: Der Vize-Präsident des Fußballverbands Mittelrhein, Dr. Christoph Osnabrügge, hatte zudem 20 Eintrittkarten für das Länderspiel Deutschland gegen Malta in Aachen im Gepäck. Natürlich verbunden mit einem großen Lob für Eschweiler: „Die Stadt belegt völlig zurecht den 1. Platz.”

Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die die Projektarbeit nach Aussage ihres Chefs Rudi Bertram „zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft” verrichtet hatten, wollen den neuen Bus jetzt auch für weitere Integrationsprojekte einsetzen. Zum Beispiel bei der Soccer-Night der Mobilen Jugendarbeit, wenn nachts eine Sporthalle öffnet, in der Jugendliche gemeinsam kicken. Und natürlich die Stadtmeisterschaft. Im nächsten Jahr soll es zudem wieder ein Sportfest ohne Grenzen geben. Also viel Arbeit wartet noch auf die engagierte Gruppe.

Jugendliche waren es übrigens auch, die das weitere Rahmenprogramm bei der Feierstunde bildeten: Das Duo „Jabbawockeez”, zwei Jungs vom Jugendtreff „Oase” zeigten einen Maskentanz, eine Mischung aus Break Dance und HipHop.
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