Deutsche Meister im Schocken: Fünf Freunde würfeln sich zum Sieg

Von: pan
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Fünf Freunde und zwei Pokale: Sven Baumann, Markus Kohlhaas, Markus Lürken, Willi Visee und Markus Hambach (v.l.) wurden Deutscher Meister im Schocken.

Eschweiler. Nach hartem Training haben es Willi Visee, Markus Hambach, Sven Baumann, Markus Kohlhaas und Markus Lürken geschafft: Sie sind Deutsche Meister. Im Schocken. Oder auch Meiern, wie man das Spiel mit drei Würfeln hierzulande gerne bezeichnet. In Oberpleis bei Königswinter ließen sie 120 Mannschaften aus ganz Deutschland und darüber hinaus hinter sich.

Als Belohnung streckten das Quintett, das eng mit Jugendsport Wenau verbunden ist, einen Pokal in die Höhe, der dem „Henkelpott“ ähnelt, der Siegertrophäe in der Fußball-Champions-League.

Entsprechend gefeiert wurde auf der Rückfahrt. Dazu gab es auch noch einen weiteren Grund: Im Gepäck hatten die fünf Männer noch einen weiteren Pokal, denn Markus Hambach landete in der Einzelwertung auf Platz drei. Bei 608 Teilnehmern ein durchaus respektables Ergebnis. Das allerdings, so versichert das Quintett, ist vor allem den langen und ausgiebigen Trainingseinheiten zu verdanken. Bevorzugt „schocken“ die Männer in ihren Stammkneipen „Zum Schwan“ in Weisweiler und „Steilpass“ in Wenau. Jede verlorene Würfelpartie wird dann hart bestraft – mit einer Bierrunde.

Das war in Oberpleis natürlich nicht möglich, denn es ging um Punkte. „Dort war alles hervorragend organisiert“, lobte Markus Hambach den Ausrichter, die Altherren des TuS Oberpleis. Beim Schocken geht es darum, in höchstens drei Würfen drei Einsen zu erzielen. Vier Spielrunden absolvierten die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft, die zum neunten Mal über die Bühne ging. Eine Runde durfte maximal zehn Spiele umfassen und 70 Minuten dauern. Am Abend stand dann die Siegerehrung auf dem Programm, die das Quintett eher beiläufig verfolgte. „Wir haben doch nicht damit gerechnet, dass wir gewonnen haben“, räumt Willi Visee ein. Um so größer war der Jubel, als der Name des Teams fiel: „Schock aus – verbindet“.

Durch Zufall stießen die fünf Freunde auf die Schockmeisterschaften im Internet. Mitmachen kann dort jeder, allerdings muss eine Startgebühr entrichtet werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. „Wir waren alle von der Idee begeistert“, berichtet Markus Hambach. Also meldete sich das Team an, nachdem es einen Namen gefunden hatte. Natürlich wurde die Teilnahme mit einer kleinen Tour verbunden.

Hymne zum Start

Die nächste Fahrt nach Oberpleis in der Nähe von Königswinter ist schon im Kalender markiert. Am 29. März des nächsten Jahres treten die Fünf zur Titelverteidigung an. Natürlich wird vorher wieder hart und ausgiebig trainiert. „Zum Start des Turniers wird die Deutsche Nationalhymne gespielt“, sagt Sven Baumann. Auch das gehört sich so für eine Deutsche Meisterschaft. Auch bei den Schockern der Republik.

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