Eschweiler - Deutliche Worte beim Neujahrsempfang

Deutliche Worte beim Neujahrsempfang

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Beifall für den Arge-Geschäftsführer: Zu den Gästen beim Neujahrsempfang der Stadt zählten Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte), seine Stellvertreterin Christiane Karl (2.v.r.), der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (r.) und Landtagsabgeordneter Axel Wirtz (sitzend 2.v.l.). Foto: Silvia Kurth

Eschweiler. Eines durfte man beim Neujahrsempfang der Stadt Eschweiler am Samstag im Rathaus nicht erwarten: Sonntagsreden. Das versprach schon die Auswahl des Gastredners. Stefan Graaf, Geschäftsführer der Arge in der Städteregion Aachen, redet nicht um den heißen Brei herum.

Nicht nur bei der essentiellen Forderung nach „Arbeit für alle”, sondern auch mit Blick auf die Zukunft der Arbeitsgemeinschaften für die Grundsicherung Arbeitssuchender. Vor fünf Jahren verschmolzen in den Argen bei der Betreuung von Hartz-IV-Empfängern Leistungen von Agentur für Arbeit und Kommunen.

Dieses System soll wieder zerschlagen werden. „Die Bundesregierung schickt sich an, die gute Grundidee der Reform aufzugeben.” Bei solch deutlichen Worten verkniff sich der ein oder andere Festgast aus der Politik, der die Regierungsfarben zu vertreten hat, den Beifall dann doch lieber.

Mit der erneuten Trennung von Sozialleistungen und arbeitsmarktpolitischen Instrumenten würde „das System merklich teurer, die Qualität minderwertiger und das deutsche Steuersystem in seiner Komplexität von einer monströsen Bürokratie noch weit übertroffen”, warnte Graaf. „Wie war das noch mit der Entbürokratisierung...? Da frage nochmal jemand, wo denn Politikverdrossenheit herkommt?” Die Trennung wäre für alle Beteiligten „die mit Abstand schlechteste Lösung”, so Graaf. „Die kommunale Arbeitsmarktpolitik wäre damit beerdigt.”

Graafs ausdrücklicher Dank galt Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der ebenfalls in Eschweiler zu Gast war, und Bürgermeister Rudi Bertram, die sich im Aufsichtsgremium der Arge „unermüdlich für die Belange der Menschen in unserer Stadt, in unserer Region einsetzen”.
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