Des Eiflers kostbarster Aufstrich

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Kennt die Eigenarten und Geschichte der Eifel in all ihren Facetten: Jupp Hammerschmidt tritt heute im Talbahnhof auf.

Eschweiler. „Das halbe Schwein“ heißt das neue Programm von Jupp Hammerschmidt, das er am Samstag, 24. Januar, ab 20 Uhr im Talbahnhof präsentiert. Jupp Hammerschmidt präsentiert erneut Anekdoten, Geschichten und Gedichte aus seiner Heimat, der so überaus idyllischen Eifel.

Wenn die Kinder früher auf dem Land tagelang unter Johannisbeersträuchern lagen, um die winzigen Beeren von den Ästchen in einen Eimer zu „frisseln“, war das erst der Anfang einer langen Verarbeitungskette, an deren Ende schließlich jener köstliche Brotaufstrich stand, den der Eifeler „Wimmere-Gelee“ nannte.

Wimmere – manche sagen auch „Wimmele“ oder „Wieemele“ – klingt jedenfalls alles weitaus poetischer als „Johannisbeeren“. So ist die Eifel halt. Voller Poesie, voller Wimmere und voller „Knuueschele“ oder auch „Knoschele“ (Stachelbeeren).

Aber nicht nur Wimmere und Knuueschele machten das alltägliche Dasein so lebens- und liebenswert – damals, bevor die „swingin‘ Eifel“ der Nachkriegsjahrzehnte ihre Unschuld verlor. Da war ja auch noch der allfreitägliche Ritt auf dem Bohnerblock oder das gesamtgeschwisterliche Abenteuer „Betttuchspannen“ auf der Hühnerwiese.

Ganz zu schweigen von jenem historischen Dezember- nachmittag, als Onkel Helmut das Christkindchen im dichten Schneegestöber über Kalterherberg hatte fliegen sehen, knapp über den Dächern war es dahingesaust, auf seinem Rentierschlitten, mit einem Lichterkranz um den Lockenkopf – und dabei hatten Hunderte von Glöckchen in einem betörenden Klingeln die kalte Luft verzaubert.

Jüppchens Sorgen

Und wenn es mal wieder hieß „Wir kriegen ein halbes Schwein vom Nachbarn“, wünschte sich das kleine Jüppchen Jahr für Jahr nichts sehnlicher, als dass es, bittebitte, nicht die Hälfte mit dem Kopf dran sein möge. Und als Mama ihm eines Tages erklärte, das Schwein werde längs geteilt, wurden Jüppchens Sorgen nicht kleiner, nur anders.

Von all dem – und noch viel mehr – erzählt Jupp im „Halben Schwein. Die ganze Wahrheit über die Eifel“.

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