Der Vollmond als „Wildschweinlampe”: Im Dunkeln gehts auf die Jagd

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Städteregion. Vollmondnächte bieten allen Jägern helles Licht, um auf die Jagd nach den nachtaktiven Wildschweinen zu gehen. Das rät auch Wilfried Jansen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft von Stadt und Kreis Aachen, den Weidmännern dringend, denn die Wildschweinpopulation in der Region sei immer noch viel zu hoch.

„Die Jäger sollten jene Nächte nutzen, in denen die "Wildschweinelampe" an ist”, appelliert der Vorsitzende.

„Obwohl sogar Rekordstrecken geschossen wurden, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter”, merkt Jansen an. Es seien mehr als 640.000 Schwarzkittel in Deutschland zwischen April 2008 und März 2009 erlegt worden.

Für Landwirte stelle ein zu hoher Wildschweinbestand aus zwei Gründen ein Problem dar: Das Schwarzwild durchwühle bei der Futtersuche die Äcker regelrecht und richte damit große Schäden auf den Feldern der Landwirte an. Zudem könne in Regionen mit Wildschweinepest das Übertragungsrisiko auf die Hausschweine zur Gefahr für Schweine haltende Betriebe werden.

Aber auch für den Verbraucher würden die Schwarzkittel zum Problem: Es käme immer mehr zu Verkehrsunfällen durch Schwarzwild. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Futtersuche der Wildschweine mit der „Rush Hour” der Berufstätigen zusammenfalle, werde das Problem größer, hebt der Vorsitzende der Kreisbauernschaft der Städteregion Aachen hervor.

Durch eine intensive Bejagung könnten sowohl Wildschweine-Unfälle als auch Wildschäden auf Äckern und der Risikofaktor der Übertragung der Wildschweinepest reduziert werden.

Die Jägerschaft habe ihre Pflicht bereits wahrgenommen, zahlreiche Wildschweine erlegt und versucht, der Überpopulation Einhalt zu gebieten, begrüßt Jansen. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt.
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