Der Verwaltung stinkt die Umweltzone gewaltig

Von: pan
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Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am 3. Dezember wollen die Kommunalpolitiker die Stellungnahme der Stadt Eschweiler zur geplanten Umweltzone beraten und beschließen.

Eschweiler. Seit Mittwoch, 11 Uhr, liegt der Luftreinhalteplan für Eschweiler im Rathaus vor. Er umfasst 98 Seiten und wird nun von der Stadtverwaltung geprüft.

„Wir arbeiten an einer Stellungnahme, an der wir andere Verbände, auch Umweltverbände, beteiligen werden“, teilte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde mit. Vor allem die von der Bezirksregierung vorgesehene Umweltzone wird harsch von der Verwaltung kritisiert.

Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am 3. Dezember wollen die Kommunalpolitiker die Stellungnahme der Stadt Eschweiler beraten und beschließen. Selbst die indestädtischen Grünen zeigten in der Ratssitzung am Mittwochabend Kompromissbereitschaft. Man solle die Werte zwar sehr ernst nehmen, sagte Franz-Dieter Pieta, zugleich räumte er aber ein, dass man auch Alternativen zur Umweltzone mittragen könne, wenn sie denn zu einer Verbesserung der Luft führen.

„Genau solche Vorschläge haben wir und die anderen Beteiligten der Bezirksregierung gemacht, sie sind aber vom Tisch gewischt worden“, sagte Gödde. Der Beigeordnete habe nach eigener Aussage aber von der 1. Sitzung der Projektgruppe an das Gefühl gehabt, dass die Bezirksregierung eine Umweltzone durchdrücken wolle. Bis zum 15. Dezember kann man noch Einwände gegen die Umweltzone an die Bezirksregierung senden.

Der einzige Messpunkt, an dem im vergangenen Jahr häufiger Werte zwischen 40 und 44 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen wurden, befindet sich am Eschweiler Bushof. Die Vorrichtung kann nicht stundenscharf Werte aufnehmen. Die Bezirksregierung räumte der Stadt Eschweiler ein, eine eigene Messstelle zu errichten, die zeitlich genau festhält, wann die Werte nach oben schnellen. Allerdings hätte dies laut Gödde die Stadt 150.000 Euro gekostet. Unter anderem nennt er die regelmäßigen Staus auf der Autobahn und den daraus resultierenden Umleitungsverkehr durch die Innenstadt als Ursache für die hohen Werte.

Eine Maßnahme soll darum auch sein, Verkehrskadetten einzusetzen, die die Fahrzeuge über die eigentlich vorgesehene Umleitung nördlich von Eschweiler weisen. Polizei und Ordnungsamt seien in Gesprächen, hieß es in der Ratssitzung.

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