Der Umzug des Spielplatzes kostet 85.000 Euro

Von: Anne Rossow
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Vertreter aus Politik und Verwaltung schauten sich den neuen Spielplatz in Weisweiler bei der offiziellen Eröffnung an. Spielplatzpatin ist Ramona Frings (6.v.l.). Foto: Anne Rossow

Eschweiler-Weisweiler. Bürgermeister Rudi Bertram hat offiziell den Spielplatz Berliner Ring in Weisweiler eröffnet. Auch der Regen konnte die Freude über die Fertigstellung des Spielplatzes nicht trüben. Der Spielplatz „Lindenallee/Schützenstraße“ musste zugunsten der Baumaßnahme „Neues Zentrum Weisweiler“ weichen.

Ende September 2016 wurde der alte Spielplatz in Weisweiler abgebaut. Doch für alle Beteiligten war klar: Der Kinderspielplatz muss erhalten bleiben. Der alte Spielplatz sei sehr in die Jahre gegangen und wurde „sehr intensiv von den Kindern genutzt“, so Bertram. Man entschied sich für eine Umsiedlung des Spielplatzes. Dafür musste allerdings ein „adäquater Platz“ gefunden werden.

Am 10. November 2016 fiel die Entscheidung für den Standort Berliner Ring und im Mai 2017 war schließlich Baubeginn. Fertiggestellt wurde der Spielplatz Ende Juli. Die Gesamtfläche des neuen Spielplatzes beträgt circa 1300 Quadratmeter. Auf der neuen Fläche wurden einige Geräte des alten Spielplatzes „Lindenallee“ übernommen und „aufgemotzt“. Aber es gibt auch neue Geräte. So wurde in die Ergänzung einer Spielanlage für die Altersgruppen bis zwölf Jahre sowie in eine Balancierstrecke investiert.

Wolfgang Theiler, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß und Guido Mönchhalfen, Pfarrer der katholischen Pfarrei Heilig Geist Eschweiler, weihten den Spielplatz mit einer Geschichte aus dem Markusevangelium und einem kurzen Gebet ein. „Segne diesen Spielplatz, alle die hier spielen und gemeinsam Freude erleben“, betete Guido Mönchhalfen.

Gemeinsam mit der Bauverwaltung konzipiere und betreue das Jugendamt pädagogische Konzepte, berichtete der Leiter des Jugendamtes in Eschweiler, Jürgen Termath. Auch bei der Planung des Spielplatzes in Weisweiler übernahm das Jugendamt den pädagogischen Part, beispielsweise bei der Auswahl der Spielgeräte. „Wichtig ist, dass die Spielgeräte altersgerecht zusammengestellt werden“, sagte Jürgen Termath.

Das bedeutet, dass sowohl Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren, als auch für ältere Kinder vorhanden sind. Der Spielplatz am Berliner Ring gefällt dem Jugendamtsleiter sehr gut: „Das ist eine ideale Lage“, so Jürgen Termath. Denn zum einen liege der Spielplatz zentral im Wohngebiet, zum anderen sei er nahe zur Festhalle und könne somit auch bei größeren Veranstaltungen gut genutzt werden.

Zu den Aufgaben des Jugendamtes zählt auch die Betreuung der Spielplatzpaten. Ramona Frings ist die Patin des neuen Spielplatzes in Weisweiler. Die Tagesmutter hat sich für die Aufgabe als Patin bereit erklärt, „weil ich natürlich mit den Tageskindern jeden Tag auf dem Spielplatz bin“, sagte sie. Mit der Patenschaft für den Spielplatz wird sie in Zukunft darauf achten, dass der Spielplatz ordentlich bleibt. Falls Defekte auffallen, werden diese ebenfalls von ihr gemeldet. Die Lage für den Spielplatz neben der Festhalle habe sie mit vorgeschlagen.

Weiterhin wurde bei der offiziellen Eröffnung erwähnt, dass für die Errichtung des Spielplatzes kein Baum weichen musste und der Bau mit Anwohner besprochen worden sei. Zudem befinden sich gegenüber des Spielplatzes Altenwohnungen, so dass der Spielplatz Alt und Jung zusammenführe.

Die Kosten für die Umsiedlung des Spielplatzes betrugen 85.000 Euro. Der Betrag wurde mit 80.000 Euro fast komplett von der Residenz Management GmbH - Specht Gruppe übernommen. Die Residenz-Gruppe finanzierte nicht nur den neuen Spielplatz, sondern ist gleichzeitig für die Planung und Realisierung des „Neuen Zentrums Weisweiler“ zuständig.

Maximilian Kronenberg, Stellvertreter für den Investor und Leiter Immobilien Fortuna Beteiligungsgesellschaft mbH, bezeichnet sich mit einem Schmunzeln als „Schuldigen“. Schließlich musste der alte Spielplatz an der Lindenallee dem großen Bauprojekt der Seniorenresidenz weichen. Als Gegenleistung übernahm die Residenz-Gruppe den Großteil der Kosten für die Umsiedlung des Spielplatzes. „Damit schaffen wir es, eine Brücke zu schlagen zwischen Alt und Jung“, erklärte Kronenberg.

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