Der Stadtsportverband ehrt bald die „Sportler des Jahres“

Von: pan
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Eschweiler. Der Stadtsportverband wird in Zukunft jährlich die „Sportler des Jahres“ küren. Geplant ist auch, einmal im Jahr zum „Ball des Sports“ einzuladen.

Der Sportausschuss zieht sich damit aus ähnlichen Planungen zurück. Die SPD-Fraktion hatte Ende November des vergangenen Jahres einen Antrag gestellt, eine solche Ehrung zu veranstalten.

Allerdings war die Entscheidung im Rathaus von einem politischen Streit begleitet, in dessen Mittelpunkt der CDU-Ratsherr Christoph Herzog rückte. Der sportpolitische Sprecher der Union ist zugleich Vorsitzender des Stadtsportverbands.

Da er zwei Arbeitsgruppentreffen fern blieb und die Ausschussmitglieder nicht formell über die Pläne des Stadtsportverbandes informiert hatte, warf man ihm „unsportliches Verhalten“ (Grüne) vor. Der Vorsitzende des Sportausschusses, Oliver Liebchen (SPD), sprach davon, dass man den Ausschuss „gegen die Pumpe laufen ließ“. Letztlich habe man aus der Presse vom Vorhaben des Stadtsportbundes erfahren.

Herzog selbst entschuldigte sich ausdrücklich, „sollte der Eindruck der Unsportlichkeit geweckt worden sein“. Er betonte aber auch, dass er „wenn auch nicht offiziell“ darüber mit Liebchen gesprochen habe. Die Kritik an sein Vorgehen veranlasste den Christdemokraten auch anzubieten, von seinem Ausschussamt zurückzutreten.

Dies wollte jedoch kein Ausschussmitglied. Manch einer brach eine Lanze für Herzog: So habe der Antrag der SPD den Sportausschuss kurzfristig als Tischvorlage erreicht, meinten Manfred Waltermann (UWG) und Bernd Schmitz (CDU) unisono. Man sei von den SPD-Plänen überrascht worden.

Einig waren sich alle, dass die Sportlerehrung beim Stadtsportbund in den richtigen Händen sei. Michael Roth (SPD) bat allerdings darum, auch „Randsportarten zu berücksichtigen“. Insgesamt sollen jedes Jahr 13 Auszeichnungen in den verschiedenen Kategorien und Altersklassen vergeben werden.

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