Der SC Berger Preuß ist Stadtmeister

Von: Tobias Röber
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so sehen Sieger aus: Der SC Berger Preuß gewann am Sonntag die 25. Feldfußball-Meisterschaft im Endspiel gegen den SV St. Jöris. Foto: Tobias Röber
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Bis auf einmal gab es für den SC Berger Preuß (giftgrüne Trikots) kein Durchkommen. die Abwehr um Torwart Uli Herzog stand meistens sicher.

Eschweiler-Weisweiler. Der SC Berger Preuß ist neuer Fußball-Stadtmeister. Im Endspiel gewann das Team mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den SV St. Jöris. Für alle, die am Sonntag nicht im Weisweiler Hubert-Bündgens-Stadion waren, hier das Spiel nochmal im (nicht immer ganz ernstgemeinten) Live-Ticker.

18.04 Uhr: Eigentlich sollte das Spiel seit vier Minuten laufen. Stattdessen tanzen Cheerleader und auf der gut gefüllten Tribüne wird intensiv über die Scharwache und die Roten Funken geredet. Eischwiele Alaaf!

18.07 Uhr: Die Mannschaften verlassen den Platz. Wie jetzt? Findet das Finale doch nicht statt? Doch natürlich. Die Finalisten sollen nur einlaufen. Drama Baby.

2. Minute: Die Luft ist raus. Glücklicherweise nur aus dem Ball.

4. Minute: Markus Zadel hängt sich von Beginn an rein. Zadel, Ur-Preuße, Kämpfer. Vielleicht ist es sein letztes großes Finale. Eine Zuschauerin urteilt: „Er sieht aus wie ein Oberliga-Spieler. So groß, die Beine...“ Oberliga wird es wohl in dieser Karriere nicht mehr. Aber vielleicht der Titel mit dem Berger Preuß.

5. Minute: Die Zuschauerin klebt noch an Zadels Beinen, da zieht Burak Koraman ab. Der spielt für St. Jöris, verzieht aber.

7. Minute: Fast das 1:0 für den SV St. Jöris. Flanke, Kopfball Tobias Herzig, der Ball geht Zentimeter am Tor vorbei. Am eigenen. Herzig spielt beim Berger Preuß und hat seinen Keeper André Schulz überlistet, aber auch – aus Preußensicht – glücklicherweise knapp daneben gezielt.

15. Minute: Irgendwie unfair: Manuel Clemens ist schneller als alle anderen. Vielleicht muss die Turnierleitung da auch eine Regel finden. Schnell laufen verbieten oder so. Jetzt darf Clemens aber noch schnell laufen, legt ab auf Tobias Streußer, André Schulz ist auf dem Posten.

18. Minute: Tobias Streußer legt ab auf den Jubiläumstorschützen. Gut, es war der 1225. Treffer in der Geschichte der Feldfußball-Meisterschaften, aber Maik Engelhardt wird später ein edles Tröpfchen dafür bekommen. Jetzt zielt er zu ungenau.

22. Minute: Auf Wiedersehen: Der Ball fliegt über die Hecke auf den Parkplatz.

24. Minute: Da ist das Ding! Maik Engelhardt zieht ab und die Alemannia-Fans unter den Zuschauern fühlen sich für wenige Sekunden an Günter Delzepich erinnert. Was für ein Strahl. Keine Abwehrchance für André Schulz.

29. Minute: Der Ausgleich. Achtung Floskel: Er fällt aus dem Nichts. Thimo Grubert nimmt den Ball an, fackelt nicht lange und trifft. Uli Herzog kommt nicht mehr ran.

31. Minute: Markus Zadel steigt hoch zum Kopfball und trifft Kevin Neumann, der sich auf dem Boden krümmt. Gelb für Zadel, vielleicht die letzte in einem großen Finale? Beide können danach weitermachen. Natürlich.

33. Minute: Da ist das Ding! Ach ne, doch nicht. Sebastian Herf, Nummer 9 des SC Berger Preuß hat das 2:1 auf dem Schlappen. Den muss er doch machen.

38. Minute: Strittige Szene. Ecke für St. Jöris, der Ball landet im Netz. Schiedsrichter Joachim Sanders /(seine Assistenten sind Swen Pagen und Nathalie Trüb) pfeift ab. Wegen eines Fouls. Jut...

40. Minute: Ein Zuschauer schlendert am Spielfeldrand entlang. Auf seinem T-Shirt steht: „Mein Leben ist eine Baustelle – Baggern, Rohr verlegen, zuschütten. Na dann Prost.

42. Minute: Ein Hauch von Maracana. Christian Bittins chippt den Ball in die Mitte (wie André Schürrle) auf Tobias Streußer. Der nimmt den Ball direkt (ok, Götze hat ihn erst angenommen). Traumhafter Spielzug, aber André Schulz ist auf dem Posten. Der Spielverderber.

45. Minute: Die Katze von Weisweiler. In Buchstaben: Uli Herzog. Zählt fast 50 Lenze und springt wie ein junger Hüpfer. Den Schuss des Berger Preußen Max Hüskens entschärft er sehenswert. Es gibt Szenenapplaus von vielen der rund 500 Zuschauer. Womit? Mit Recht!

Halbzeitpause: Wieder tanzen Cheerleader. Aus Aldenhoven oder so.

48. Minute: Es wird wieder etwas lauter: Die Euregiobahn fährt vorbei.

51. Minute: Applaus. Mehr als in der 45. Minute. Für Uli Herzog. Natürlich. Patrick Draheim zieht ab und Herzog pariert.

55. Minute: Der Berger Preuß macht jetzt mächtig Dampf. Mike Gebauer vergibt die nächste Chance.

61. Minute: Gebauer, immer wieder Gebauer. Nach einer Ecker streicht sein Kopfball jedoch erneut vorbei.

62. Minute: Der SV St. Jöris ist noch da. Maik Engelhardt hat die nächste Gelegenheit.

64. und 65. Minute: Es sind die Minuten des SV St. Jöris. Tobias Streußer will erst querlegen, über Umwege kommt der Ball wieder zu ihm. Seinen Schuss mit links nimmt André Schulz auf. Mit der Kappe. Kurz darauf zieht Kevin Neumann ab.

75. Minute: Es wird zum ersten Mal etwas hitziger. Wobei... egal. Die Spieler beruhigen sich sofort wieder. Nicht aber ein Zuschauer. Sein Kommentar: „Dem würd‘ ich so vor die ‚piiiiep‘ (Zensur der Redaktion) antreten.“

79. Minute: So werden Helden geboren. Uli Herzog steht immer wieder im Mittelpunkt. Richtig: der Uli Herzog, der schon bei der Stadtmeisterschaft gespielt hat, als es diese noch gar nicht gab. Teufelskerl, der Uli. Achso: Dieses Mal rettet er gegen Max Hüskens.

85. Minute: Uli Herzog ist geschlagen. Na und! Michael Lisowski steht auf der Linie und klärt mit dem Kopf.

90. Minute: Die New England Patriots jubilieren vor den Fernsehgeräten. Maik Engelhardt schießt einen Freistoß aus 40 (in Worten: vierzig) Metern aufs Tor. Field Goal. Für alle, die sich mit American Football nicht auskennen. Da muss der Ball ÜBER die Latte. Geschafft!

90. + 2. Minute: Aus, aus, das Spiel ist aus. Der SC Berger Preuß wirft bei einer Freistoß-Eckstoß-Kombi nochmal alles in die Waagschale. Vergebens. Das Elfmeterschießen muss die Entscheidung bringen.

Ein Überblick über das Elfmeterschießen SV St. Jöris gegen den SC Berger Preuß: 1:0 Christian Bittins, 1:1 Christoph Roderburg, 2:1 Kevin Gulba, 2:2 Rafael Wolff, Siamak Cheraghpour verschießt (gehalten), 2:3 Tobias Herzig, 3:3 Kevin Neumann, 3:4 Tim Krahe, Tobias Streußer verschießt (gehalten).

20 Uhr irgendwas: Siegerehrung. Die üblichen Glückwünsche. Christoph Roderburg, Kapitän des SC Berger Preuß, schnappt sich das Mikro und verkündet, dass der Verein, der in seiner ersten Partie sportlich schon ausgeschieden war, die Siegprämie für einen guten Zweck spenden wird. Nach unseren Informationen gilt das auch für Germania Dürwiß.

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