Der Prinz schwebt auf Wolke Sieben

Von: tob
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Platz ist in der kleinsten Hütte – wie man sieht: Prinz Thomas I., Zeremonienmeister Harald und ihr sympathisches Gefolge waren am Dienstag in der Redaktion zu Gast Foto: Jana Röhseler

Eschweiler. Prinz Thomas I. und Zeremonienmeister Harald sind nun wirklich zwei Vertreter der Eischwiele Fastelovend mit reichlich Bühnenerfahrung. Allerdings erleben sie in diesen Tagen etliche Momente, in denen es ihnen fast die Sprache verschlägt. Am Dienstag waren die Narrenherrscher und ihr sympathisches Gefolge zu Gast in der Redaktion.

„Auch wir haben vorher gehört, dass man als Prinz und Zerm wie auf Wolke Sieben schwebt, und man denkt, es ist bloß eine Floskel“, sagt Prinz Thomas I. Und er ergänzt: „Es stimmt wirklich.“ Zerm Harald „Hucky“ Weiland nickt bei diesen Worten zustimmend.

Rund 200 Auftritte absolviert das Duo in dieser Session. Natürlich sind sie bei Sitzungen zu Gast, aber ebenso in Altenheimen, Kindergärten, bei Vereinen und so weiter und so fort. Dabei bleiben natürlich jede Menge Eindrücke hängen. Verarbeiten können sie diese Erlebnisse derzeit kaum.

„Ich setze mich jeden Abend hin und schaue nochmal in unserer App und auf Facebook nach, um die Auftritte Revue passieren zu lassen“, sagt der Prinz. Es komme bei all diesen Auftritten vor, dass man auch schon mal die Tage durcheinander werfe. Für Prinzenführer Dieter Wolf ist das nichts Neues. Er kennt das von den vielen Narrenherrschern, die er bereits begleitet hat.

Aber zurück zu den Eindrücken bei den Auftritten. Es sei „wirklich ganz, ganz toll“, was vom Publikum zurückkomme, betont das Duo. Thomas Weiland nennt ein Beispiel aus einem Kindergarten. „Was Kinder für uns gebastelt haben, ist einfach wunderbar. Einige haben uns sogar Figürchen genäht.“ In der Karlschule etwa sei das Prinzenlied angestimmt worden, „und dann saßen 40 Kinder vor uns, die von der ersten bis zur letzten Textzeile lauthals mitgesungen haben“.

Natürlich gibt es auch Auftritte, die nachdenklich stimmen. So war der Prinzentross in einer Schule für Kinder mit Förderbedarf zu Gast. „Ein Junge hat mich an die Hand genommen und ist mir durch den raum marschiert“, erinnert sich Prinz Thomas I. „Wenn man Menschen sieht, denen es nicht so gut geht, relativiert das doch einiges. Manche regen sich beispielsweise darüber auf, dass das Bier zu warm ist. Dabei sollte man einfach froh sein, dass man selbst gesund ist“, sagt er. Die Freude, die aber gerade von diesen Menschen ausgehe, sei unbeschreiblich.

Das Programm bleibt weiterhin stramm. Am heutigen Mittwoch stehen allein 15 Auftritte an – von 8.45 bis 22.30 Uhr. Für die „gesamte Truppe drumherum“ gibt es daher ein Lob. Die Stimmung sei fantastisch und harmonisch. Und ein Lob gibt es immer wieder für die vielen Jecken, die dem Prinzentross zujubeln. „Was die Leute sich für Gedanken machen, das ist einfach unglaublich.“

Nervös vor dem Heimspiel

Die gesamte Mannschaft hilft natürlich auch in nicht so einfachen Momenten. Trotz der großen Bühnenerfahrung war der Narrenherrscher vor allem bei zwei Terminen mehr als einfach nur nervös, wie er verrät. Zum einen bei der Prinzenproklamation und zum anderen beim Heimspiel. „Ich wollte gar nicht in den Saal hineinschauen, als wir angekommen sind“, sagt er rückblickend. Es war einer von vielen emotionalen Höhepunkten der Session. Und es werden weitere folgen, schließlich steht der Straßenkarneval in den Startlöchern.

Dreimol Alaaf

Jetzt haben Prinz Thomas I. und Zerm Harald nur noch einen Wunsch: Gutes Wetter beim Straßenkarneval. Ok und noch einen: „Dass alles so super läuft wie bisher“, sagt der Zerm. Und einen letzten Wunsch: Das Duo hofft, dass die Jecken das Prinzengespann weiterhin so fantastisch unterstützen. Zumindest der letzte Wunsch sollte bei den feierfreudigen Eschweilern ja nun überhaupt kein Problem sein... Also, dreimol Alaaf auf die Eischwiele Fastelovend.

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