Eschweiler - Der Name der Kleiderstube ist Programm

Der Name der Kleiderstube ist Programm

Von: fe
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In der einen Hand die Stichsä
In der einen Hand die Stichsäge, in der anderen das Handy - Christel Breuer-Klein, seit vielen Jahren sozial engagiert in Eschweiler, hat wieder alle Hände voll zu tun. Sie richtet an der Kochsgasse 4 gerade eine neue Kleiderstube ein. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. „Nit mulle, helpe” ist der Wahlspruch von Christel Breuer-Klein. Die quirlige, sozial engagierte Eschweilerin betreibt seit 22 Jahren zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern eine Kleiderstube.

Die zieht jetzt um. Die neue Adresse ist Kochsgasse 4, neben der Fahrschule Seeger. Am 11. November wird eröffnet. „Nit mulle, helpe” soll auch der Name der Kleiderstube sein, so lange kein Trägerverein gefunden ist. Denn die seit 22 Jahren bestehende Hilfseinrichtung von Christel Breuer-Klein ist derzeit ohne Trägerschaft.

20 Jahre lang gehörte man zur katholischen Pfarrgemeinde St. Michael. Doch diese Pfarre ist nicht mehr selbstständig, sie wurde mit den anderen Innenstadt-Gemeinden Herz-Jesu Ost, St. Antonius Röhe und St. Peter und Paul zusammen gelegt. Und in St. Peter und Paul gab es bereits eine Kleiderkammer. Darauf hin war der Verein „Helfen statt reden” zwei Jahre lang Träger der Einrichtung. Untergebracht war sie gegenüber vom Bushof an der Indestraße. Doch nach dem Tod des Gründers hat sich dieser Verein nun aufgelöst.

Bis ein neuer Träger gefunden ist, will Christel Breuer-Klein die Kleiderstube in den neuen Räumen erst einmal auf eigene Kosten betreiben. „Es wird sich schon ein Weg finden”, sagt sie. Die Hände in den Schoß legen liegt ihr nicht.

In dem 180 Quadratmeter großen Raum an der Kochsgasse, in dem früher schon mal eine Tanzschule und ein Fitnessstudio untergebracht waren, wird jetzt eifrig gesägt, gehämmert, ausgepackt und eingeräumt.

Die Kleidung, die in die Regale gestapelt wird, stammt aus Spenden. Viel Kinderkleidung ist dabei. Zudem gibt es auch Spielzeug, Gesellschaftsspiele, Bücher. Dankbare Abnehmer sind bedürftige Menschen aus Eschweiler. „Verschenkt werden die Sachen nicht”, versichert Breuer-Klein. Aber ein Euro pro Kilo Kleidung oder pro Gesellschaftsspiel ist ein Preis, der auch für sozial schwache Familien tragbar ist.

Eröffnet wird die neue Kleiderstube bewusst am 11. im Elften. „Man muss schon jeck sein um das hier zu machen”, schmunzelt die engagierte Helferin. Und außerdem bestehe die Kleiderstube inzwischen zweimal elf Jahre, das sei ein kleines närrisches Jubiläum. Bis dahin muss noch manche Schraube in die Regale gedreht werden.

Und falls jemand einen Trägerverein weiß oder sonstwie helfen möchte: Christel Breuer-Klein ist per Handy erreichbar, Telefon 0163/6186246. Selbst, wenn sie in der anderen Hand noch eine ratternde Stichsäge hat.
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