Eschweiler - Der nächste Stau in der City kommt sicher

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Der nächste Stau in der City kommt sicher

Von: pan
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Genau hinschauen: Die U 27 führt nach links und nach Köln. Dennoch fahren die meisten Verkehrsteilnehmer bei einer Autobahnsperrung nach rechts auf die Rue de Wattrelos. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Die Menschen in der Innenstadt müssen sich an regelmäßige Staus auf der Indestraße gewöhnen. Die Stadtverwaltung sieht keine Möglichkeit, den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt zu halten, wenn die Autobahn 4 gesperrt ist.

Ordnungsamtsleiter Edmund Müller sprach von einer „eindeutigen Haltung der Aufsichtsbehörde”. Dabei besteht eine ausgewiesene Umleitungsstrecke an Eschweiler vorbei über das Hagelkreuz. Sie trägt die Bezeichnung U27 und ist an den Autobahnausfahrten mit blauen Schildern gekennzeichnet.

Die FDP hatte darum beantragt, die Innenstadt für den Schwerlastverkehr zu sperren. Dafür sieht die Verwaltung allerdings keine rechtliche Grundlage: „Die Bezirksregierung hat sofort signalisiert, dass dann eine Verfügung erfolge, wonach wir die Sperrung wieder aufheben müssten. Da gibt es keinen Verhandlungsspielraum”, betonte Müller.

Auch eine Umlenkung des Verkehrs an der Autobahnabfahrt sieht der Ordnungsamtsleiter sehr skeptisch: „Den Verkehr von der Autobahn 4 aus in eine bestimmte Richtung zu lenken, wäre ein Eingriff in die Freiheit der Fahrzeugführer.” Man müsse den Fahrzeugführern die Möglichkeit geben, die jeweils kürzeste Strecke zu wählen.

Schädlich für die Wirtschaft

Zweifel kamen allerdings bei manchem Kommunalpolitiker auf. „Es muss doch machbar sein, dass die Polzei den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt raushält”, meinte der CDU-Fraktionschef Bernd Schmitz. Sein Parteikollege Wolfram Stolz ging sogar noch weiter: „Ein solcher Stau ist schädlich für die Stadt, weil der Verkehr sie wirtschaftlich blockiert.” Man müsse neue Möglichkeiten schaffen, dass die Umleitungsstrecke eingehalten werde.

Offensichtlich hakt die Umsetzung an der Einstufung der Indestraße als Landesstraße, was auch Edmund Müller bestätigte: Sie sei aufgrund ihrer Klassifizierung dafür ausgelegt, den Verkehr aufzunehmen, wenn die Autobahn nicht nutzbar sei. Dies nahm der Grünen-Stadtverordnete Dietmar Widell als Vorlage: „Das ist ein klares Argument, die Indestraße auf zwei Spuren zu reduzieren.”

Größere Schilder

Christian Braune von den Liberalen verteidigte den Antrag seiner Partei: „Die derzeitige Lösung widerspricht unserem Bestreben, die beiden Innenstadtgebiete zusammenzuführen.” Sollte man den Schwerlastverkehr nicht aus der Innenstadt raushalten können, dann müsse die Umleitungsstrecke deutlicher gemacht werden. Ob es möglich ist, größere Schilder oder Hinweistafeln anzubringen, will die Verwaltung nun prüfen.

Die Sozialdemokraten hielten sich bei der Diskussion zurück: „Der Antrag ist vom Ansinnen her nicht verkehrt”, sagte SPD-Fraktionschef Leo Gehlen. Allerdings bekomme man es aus juristischen Gründen nicht hin. „Das Problem ist zwar erkannt, es kann aber nicht gelöst werden”, resignierte er. Allerdings soll es noch Gespräche der Verwaltung mit anderen Behörden geben. Aufgrund der rechtlichen Situation stimmten letztlich nur die Liberalen für eine Sperrung der Innenstadt für Lkw.
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