Der Mensch: Zufallsprodukt oder Krone der Schöpfung?

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Woher kommt der Mensch? Uber diese Frage streiten Evolutionisten und Kreationisten. Prof. Dr. Ulrich Lüke wird in seinem Vortrag versuchen aufzuzeigen, wie das Verhältnis von Wissenschaft und Religion gesehen werden kann. Foto: imago/Zentrixx

Eschweiler. Widersprechen sich Evolution und Schöpfung? Darüber streiten sich nicht nur Naturwissenschaftler mit kreationistischen Christen, die die Schöpfungserzählung der Bibel wörtlich nehmen. Das ist auch in Diskussionen aufgeklärt denkender Christen ein schwieriges Thema.

Seitdem der Mensch sich seiner selbst bewusst geworden ist, denken Philosophen über diese Fragen nach: Was ist, wer ist der Mensch? Wie frei ist er? Ist er mehr als nur Natur? Gibt es eine Seele? Und was ist Geist? Und vor allem: Woher kommt der Mensch? Stammt er etwa vom Tier ab?

Schon Thomas von Aquin, der große Theologe des Mittelalters, sprach vom „denkenden Tier”. Bis vor 150 Jahren wurde dabei kaum bestritten, dass - was immer der Mensch auch ist, was sein wahres Wesen ausmacht - er irgendwie geschaffen, Geschöpf ist. So glaubten und glauben Juden, Christen und auch Muslime, dass der Mensch Geschöpf Gottes ist; andere Kulturen kennen Ähnliches in ihren Schöpfungsmythen.

Vor 150 Jahren sorgte dann Charles Darwin, der wohl bedeutendste Naturforscher der Neuzeit, mit seinem bahnbrechenden Werk „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl” für einen Paukenschlag. Seine Evolutionstheorie setzte sich in der Folgezeit durch und kann heutzutage grundsätzlich wohl nicht mehr bezweifelt werden.

„Ist nun der alte Schöpfer-Gott durch diese neuen Funde des alten Menschen und seine Evolution widerlegt?” fragt Ulrich Lüke, der Referent des Abends im Gemeindezentrum St. Michael. Lüke ist Biologe und Theologe, er lehrt als Professor für Systematische Theologie am Katholischen Institut für Theologie an der RWTH Aachen.

„Der Mensch - Plan Gottes oder (dummer) Zufall?” ist das Thema seines Vortragsabends am Dienstag, 7. September, 20 Uhr, zu dem das „Forum Gott und die Welt” in das Gemeindezentrum St. Michael einlädt.
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