Der Feuerwehrnachwuchs probt den Ernstfall

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Simulierte Großlage: In den Nivelsteiner Sandwerken probten rund 200 junge Feuerwehrleute gemeinsam den Einsatz im Ernstfall. Foto: Ralf Jüsgens/Kreisfeuerwehrverband

Eschweiler/Herzogenrath. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Dutzende Feuerwehrfahrzeuge nach Herzogenrath. Die Jugendfeuerwehren aus der Städteregion trafen sich jetzt zu einer groß angelegten Übung in den Nivelsteiner Sandwerken. Dabei wurden Rettungsarbeiten infolge eines Flugzeugabsturzes simuliert.

Zunächst sammelte sich das Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen an der Bicherouxstraße. Ausgearbeitet hatte die Übung, an der etwa 200 ehrenamtliche Kräfte mit 40 Fahrzeugen teilnahmen, Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Lisson. Kreisbrandmeister Bernd Hollands konnte zahlreiche Gäste willkommen heißen, darunter den ersten stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und Bezirksbrandmeister Manfred Savoir. Auch Marlis Cremer, Leiterin des städteregionalen Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, sowie Vertreter der Stadtverwaltungen und Wehrleitungen aller Kommunen der Städteregion waren Ort.

Ein Waldbrand

Nach kurzer Lage- und Sicherheitseinweisung fuhren die einzelnen Einheiten in die Sandgrube, wo ein Flugzeugabsturz als Übung vorgegeben wurde. Gegliedert in sieben Einsatzabschnitte hatten die Jugendlichen, die von ihren Betreuern aus den einzelnen Feuerwehren unterstützt wurden, verschiedene Aufgaben abzuarbeiten. Unter anderem galt es, einen vom Absturz des Flugzeugs verursachten Waldbrand zu löschen. Dazu musste das Löschwasser aus einem See angesaugt werden.

„Der Aufbau der Wasserversorgung über einen steilen Hang stellte für die Jugendlichen eine besonders knifflige Herausforderung dar“, sagte Kreisbrandmeister Bernd Hollands. Auf dem Teich wurde mit einem rein mit Paddeln angetriebenen Schlauchboot eine Person gerettet. Außerdem brachten die jungen Einsatzkräfte auf dem Gewässer eine Ölsperre in Stellung. Anspruchsvoll gestaltete sich ebenfalls die Rettung von Personen von einer mehrstöckigen Siloanlage über tragbare Leitern.

Zur Versorgung der „Verletzten“ hatte das Jugend-Rotkreuz einen Sammelplatz in einem Zelt eingerichtet. Dabei half auch die Jugendeinheit des Herzogenrather Technischen Hilfswerks. Diese rettete den Fahrer eines verunglückten PKW aus seinem Wrack. Außerdem wurde ein in Brand geratener Schuppen von der Jugendwehr gelöscht. Die Zuschauer fuhren die einzelnen Übungsstationen an und zeigten sich begeistert von Intensität und dem Arbeitseifer der jungen Wehrleute.

Kreisbrandmeister Hollands zollte den Jugendlichen schließlich ein großes Lob: „Das Engagement war großartig. Die Übungslagen wurden reibungslos und unfallfrei umgesetzt.“ Mit einem großen Applaus dankten die Jugendlichen den Aktiven der Feuerwehr aus Herzogenrath für die gute Vorbereitung der Großübung.

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