Eschweiler - Der Artenmix soll in Eschweiler mehr in den Mittelpunkt rücken

Der Artenmix soll in Eschweiler mehr in den Mittelpunkt rücken

Von: pan
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Das Bienenhotel am Blausteinsee: Nicht nur mit Aktionen will die Stadt zur Artenvielfalt beitragen. Foto: Arne Dedert/dpa

Eschweiler. Der Rückgang der Artenvielfalt in der Welt beschäftigt derzeit viele Menschen. Die Kommunen wollen nicht tatenlos zusehen, sondern haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsam Wege zu beschreiten, heimische Arten zu erhalten. Die Stadt Eschweiler will nun dem Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ beitreten.

Der Naturschutzbund Aachen-Land hatte sich mit einem Brief an Bürgermeister Rudi Bertram gewandt und einen Beitritt vorgeschlagen. Zugleich soll eine Deklaration unterzeichnet werden, „um die grüne Entwicklung in Eschweiler zu fördern“. Damit würde die Stadt laut Verwaltung eine „Selbstverpflichtung“ eingehen, bei „allen Maßnahmen die Belange des Biotop- und Artenschutzes zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu berücksichtigen“. Über den Beitritt zum Verein entscheiden nun die Kommunalpolitiker.

In den Augen der Stadtverwaltung werden zahlreiche Punkte, die Artenvielfalt zu erhalten, in Eschweiler schon umgesetzt. Bei der Pflege und Unterhaltung der städtischen Grünflächen werden keine Herbizide eingesetzt. Werden neue Bäume gepflanzt, setzt man auf heimische Arten. Gleiches gilt für neue Flächen, die mit „standorttypischen Blumenmischungen“ eingesät werden.

Der Eschweiler Stadtwald werde unter den Gesichtspunkten der „naturnahen Waldwirtschaft“ behandelt. Müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden, lege man im Rathaus Wert darauf, „natürliche und naturnahe kulturhistorische Lebensräume möglichst im Verbund mit anderen Biotopen“ zu entwickeln. Zahlreiche Projekte und Konzepte würden ebenfalls das Ziel verfolgen, die Artenvielfalt zu stärken, heißt es.

Verschiedene Projekte

Verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte unterstützen in den Augen der Stadtverwaltung die Artenvielfalt. Aktuell arbeiten Verwaltungsmitarbeiter an Esklimo (Eschweilers Integriertes Klimaschutzteilkonzept Mobilität), das eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung in den Mittelpunkt rückt. Auch das ressourcenschonende Bauen falle unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Beispielhaft umgesetzt werde dies in der Faktor-x-Siedlung in Dürwiß. „Dort werden Bauherren Empfehlungen für naturnahe Gestaltung der Außenbereiche an die Hand gegeben“, teilt die Verwaltung mit.

Diese kommt zu dem Schluss, dass die Unterzeichnung der Deklaration zwar nicht erforderlich sei, da man schon viel zur Stärkung der Artenvielfalt beitrage, aber die bereits laufenden Projekte dadurch ergänzt würden. Der Mitgliedsbeitrag im Verein liegt bei 330 Euro jährlich.

 

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