Der 86. Schuss macht Dorota zur Schützenkaiserin von Ost

Von: zsa
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Brudermeister Ernst Bartels (1.v.l.), Geschäftsführerin Maria Bartels (7.v.l.) und alle St.-Longinus-Schützen freuen sich mit den neuen Majestäten: Kaiserin Dorota Pryt (5.v.l.) mit ihrem Prinzgemahl Erwin Stuhlsatz (3.v.l.) und Schülerprinzessin Darleen Knörchen (6.v.r.)

Eschweiler. Die St.-Longinus-Schützen feierten am vergangenen Sonntag ihr vermutlich letztes Königs- und Prinzenschießen im Schützenheim an der Sternheimstraße. Mit der Entwidmung der Herz-Jesu-Kirche steht nun auch das Schicksal der Heimat der St.-Longinus-Schützen in den Sternen.

Am Sonntagmorgen hatten die Schützen erst einmal mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: Aufgrund einer anderen Veranstaltung war die Sternheimstraße vom Ordnungsamt gesperrt worden, ohne dass Brudermeister Ernst Bartels und seine Mitstreiter dies wussten. So konnten die Schützen erstmal nicht mit den Autos an das Schützenheim, das sich hinter der Herz-Jesu-Kirche befindet, heranfahren. „Einige Schützenschwestern und -brüder waren irritiert und sind vermutlich deshalb wieder nach Hause gefahren“, zeigte sich Ernst Bartels verärgert über die unangekündigte Straßensperrung.

Außerdem war es für die teilweise doch eher älteren Schützen beschwerlich, von einem weiter entfernten Parkplatz zu Fuß zum Schützenheim gehen zu müssen. Erst nachdem er mit dem Ordnungsamt gesprochen habe, sei die Straßensperrung am frühen Nachmittag aufgehoben worden, sagte Bartels.

Nichtsdestotrotz führten die St.-Longinus-Schützen wie gewohnt ihr Schießen um den Pokal der Ex-Majestäten durch. Hierbei gilt es möglichst viele von 50 Ringen mit je fünf Schüssen zu treffen. Die amtierende Schützenkönigin Dorota Pryt bewies dabei ein glückliches Händchen und siegte mit 48 von 50 Ringen.

Dies war auch ein gutes Vorzeichen für das darauffolgende Königs- und Prinzenschießen der Schützenbruderschaft. So holte Dorota Pryt mit dem 86. Schuss den Vogel runter und wird daher in diesem Jahr sogar als Kaiserin über die St.-Longinus-Schützen regieren. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von ihrem Prinzgemahl Erwin Stuhlsatz, sondern auch von der Schülerprinzessin Darleen Knörchen. Bei ihr erlag der Vogel bereits nach dem 65. Schuss.

Am Ende des Tages gab es in Eschweiler-Ost also zwei strahlende Siegerinnen. Dennoch schlich sich auch ein Hauch Trübsal mit ein. „Wir wissen nicht, ob wir das Schützenheim behalten können“, zeigte sich Ernst Bartels schon ein wenig traurig. Mit der Entwidmung der Herz-Jesu-Kirche und einem möglichen Verkauf des kompletten Grundstücks, auf dem sich auch das Schützenheim befindet, steht dessen Verbleib auf dem Spiel.

Hier hoffen die Schützen, dass ihnen ihre Heimat nicht genommen wird: „Auch wenn es die Pfarre Herz-Jesu nicht mehr gibt, wird es die Gemeinde Herz-Jesu aber noch lange geben“, zeigt sich Ernst Bartels auch ein wenig kämpferisch und hofft auch auf die Unterstützung der Bevölkerung – besonders auch durch den Besuch des Schützenfests im August.

Bei ihrem Schützenfest vom 1. bis 3. August müssen die Schützen schon auf ihren langjährigen Präses Dr. Andreas Frick verzichten, der die Gemeinde durch seine Ernennung zum Generalvikar des Bistums Aachen Anfang des Jahres verließ. Somit hätte das Schützenfest sogar beinahe ohne eine Festmesse stattgefunden. Dank des Engagements von Geschäftsführerin Maria Bartels wird es jedoch wie gewohnt eine Messe im Festzelt an der Eduard-Mörike-Schule geben. Diese wird dann von Diözesanpräses René Mertens aus Heinsberg zelebriert werden. Die St.-Longinus-Schützen freuen sich daher sehr auf ihr Bezirksschützenfest und hoffen auf zahlreiche Besucher.

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