Eschweiler - „Der 17. Juni der deutschen Geschichte“: Ausstellung im Rathaus

„Der 17. Juni der deutschen Geschichte“: Ausstellung im Rathaus

Von: ran
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Ost-Berlin am 17. Juni 1953. Ein Mann schlägt mit einer Stange auf einen sowjetischen Panzer ein (Nähe Potsdamer Platz). Quelle: Bundesregierung/Perlia-Archiv

Eschweiler. Am 17. Juni 1953 gingen in der gesamten DDR rund eine Million Menschen auf die Straße, um gegen die kommunistische Diktatur zu demonstrieren. Sowjetische Panzer retteten damals das SED-Regime.

Sechs Jahrzehnte nach diesem Ereignis präsentiert der Europaverein „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ (GPB) unter der Überschrift „Wir wollen freie Menschen sein - der 17. Juni der deutschen Geschichte“ eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die von Montag, 17. Juni, bis Freitag, 28. Juni, im Eschweiler Rathaus zu sehen sein wird.

Mit dem Leitgedanken „Erinnerung als Auftrag“ laden die Verantwortlichen zur Ausstellungseröffnung am Montag, 17. Juni, 18 Uhr, in das Foyer des Eschweiler Rathauses, Johannes-Rau-Platz 1, ein.

Zwanzig großformatige Plakate erzählen die Geschichte des DDR-Volksaufstandes, bei dem eine Million Menschen in mehr als 700 Städten und Gemeinden der DDR auf die Straße gingen. Was als sozialer Protest begann, entwickelte sich schnell zur politischen Manifestation. Der massenhafte Ruf nach Freiheit, Demokratie und deutscher Einheit ließ die SED-Diktatur de facto kapitulieren.

Es waren sowjetische Panzer, die den Aufstand ab dem 17. Juni 1953 im Keime erstickten. Die Ausstellung schildert die Vorgeschichte des Aufstandes. Sie zeigt auf, wie der Protest Berliner Bauarbeiter zum Auslöser republikweiter Massendemonstrationen wurde, die für die unterschiedlichen Regionen der DDR geschildert und illustriert werden. Ebenso widmen sich Plakate der Niederschlagung des Aufstandes und seiner Opfer. Ausführlich werden die Folgen der Erhebung für die SED-Diktatur, die Reaktionen des Westens sowie die Erinnerungen an den Aufstand von den 50er Jahren bis in die Gegenwart beschrieben.

Der 17. Juni soll als Tag des Kampfes für demokratische Grundrechte, für Menschlichkeit und für Gerechtigkeit in Erinnerung bleiben. Gleiches gilt für seine Bedeutung im europäischen Kontext als Vorbote von Aufständen und Reformen in Osteuropa (Polen, Ungarn, Tschechoslowakei) sowie als eine Art Auftakt zur schrittweisen Befreiung verschiedener Völker in Südeuropa, zum Beispiel Spanien, Portugal und Griechenland.

Nach der Begrüßung durch die GPB-Geschäftsführerin Annelene Adolphs und Grußworten von Bürgermeister Rudi Bertram und des Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling wird GPB-Vorsitzender Peter Schöner in die Ausstellung einführen.

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