Kino Schiller Freisteller

Den Weg zur Bushaltestelle kann man sich heute sparen

Von: pan
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Eschweiler. Wer regelmäßig mit dem Bus zur Schule oder zur Arbeit fährt, der sollte sich heute eine andere Fahrgelegenheit suchen. Dies rät zumindest Anne Linden von der Aseag.

Wegen der Streiks, zu denen Verdi und Komba aufgerufen haben, werden die meisten Busfahrer ihre Arbeit niederlegen. Welche Linien konkret heute ausfallen, kann die Aseag-Sprecherin nicht mitteilen. Manche Strecken werden teilweise von Subunternehmer befahren, die sich nicht am Streik beteiligen.

Die Streiksirenen werden auch in den städtischen Kindergärten ertönen. Allerdings soll das nicht bedeuten, dass komplette Einrichtungen geschlossen bleiben.

„Es werden jedoch in manchen Kindertagesstätten Notgruppen eingerichtet”, teilt Stadtsprecher Stefan Kaever mit. Die Stadt geht davon aus, dass weniger als die Hälfte der Erzieherinnen heute in den Streik treten.

An den Offenen Ganztagsschulen in der Stadt geht heute alles seinen gewohnten Gang. Das Betreuungspersonal ist bei anderen Trägern angestellt, zählt also nicht zum städtischen Personal.

Im Rathaus müssen die Bürger allerdings mit längeren Wartezeiten in den öffentlichen Ämtern rechnen. Wie viele Mitarbeiter der Verwaltung allerdings heute ihre Arbeit niederlegen, ist nicht bekannt. Deswegen rät Stefan Kaever: „Am besten ist es, wenn man den Gang zum Rathaus auf einen anderen Tag verschiebt.”

Auch den Weg zu Jobcenter und Arge kann man sich heute sparen. Auch dort dürfte allenfalls eine Notbesetzung ihre Arbeit aufnehmen.

Aachen massiv betroffen

Damit trifft der von den Gewerkschaften Verdi und Komba ausgerufene Warnstreik allerdings Eschweiler nicht so schwer wie zum Beispiel Aachen. Dort sind alle Kindertagesstätten massiv betroffen.

Sie werden heute geschlossen sein. Lediglich für Alleinerziehende und besondere Härtefälle könne die Stadt ein Notbetreuungsangebot in Betracht ziehen, erklärte der Aachener Personaldezernent Lothar Barth.

Die zentrale Kundgebung findet heute in Aachen auf dem Willy-Brandt-Platz statt. Die beiden Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn für die kommunalen Beschäftigten.
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