Dekanatssitzung der katholischen Frauen in Weisweiler begeistert

Von: jlm
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Pfarrer Datené, Kaplan Züll und Pfarrer Weishaupt (v.l.) erntete als Kirchgängerinnen für ihr karnevalistisches Debüt schallenden Applaus Foto: Julia Meuser

Eschweiler. An diesem Abend sollten sie einmal alle ihre Sorgen vergessen: „Wir wollen alle ausgelassen feiern und uns des Lebens freuen“, begrüßte Brigitte Esser, Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft, die vielen Frauen, die am Donnerstagabend in der Weisweiler Festhalle gemeinsam ihre Dekanatsfrauensitzung feierten.

Peter-Heinz Arnolds begleitete das Programm musikalisch - „Ich sehe dich in letzter Zeit öfter als meinen Mann“, musste Caren Leuchter, die auch in diesem Jahr durch das bunte Programm führte, gestehen, als sie den Musiker des Abends begrüßte.

Sie freute sich auch über viele neue Gesichter und garantierte Spaß und Freude. Sie zeichnete die Akteure des Abends auch mit Kfd-Sternen aus Lebkuchen aus, wobei jeweils ein Euro an den Kinderschutzbund gespendet wurde. Wichtig sei es ihr jedoch vor allem, der Jugend eine Chance zu bieten, sich präsentieren zu können.

In diesem Jahr machte daher die Kinder- und Jugendabteilung der KG Eefelkank aus Hastenrath den Anfang – Groß und Klein gaben ihr Bestes auf der Bühne und ernteten für ihre Tänze schallenden Applaus. Et Breedmuhl van Bersch, Steffanie Bücher, strapazierte dann die Lachmuskeln der Anwesenden. Eines Tages sei Pfarrer Weishaupt zu ihr gekommen mit einem Körbchen gefüllt mit der gesamten Kollekte und habe ihr angeboten, sie solle sich ein paar schöne Tage in der Eifel machen.

Aber das habe sie nicht annehmen können, so viel Geld habe sie ja noch nie auf einmal gesehen. Daraufhin habe er nachgegeben – es stände schließlich in der Bibel: „Du sollst nicht lügen“. Aber morgen käme die Kommission „Unser Dorf soll schöner werden“ und es wäre schön, wenn sie dann in der Eifel wäre.

Musikalisch ging es weiter. Puddelrüh feierte mit den Dekanatsdamen und sorgte mit Liedern wie „treck met Hand in Hand durchs Indeland“, „Kölsch kann mer nit nur schwade“ oder auch „Leev Marie“ für eine tolle Stimmung.

Selbstverständlich ließ auch Prinz Rene I. mit seinem Zerm Daniel es sich nicht nehmen, den Feiernden einen Besuch abzustatten. Sie seien schon den ganzen Tag unterwegs gewesen, aber was gäbe es schöneres als einen Saal voller Frauen. Gemeinsam feierten sie den Eischwiele Fastelovend und tanzten zur Musik der Prinzenbläser über die Bühne und durch den Saal.

Kurz darauf nahm das Prinzengespann beim Elferrat Platz, denn eine Überraschung sollte den königlichen Besuch, sowie das gesamte Publikum, von den Socken reißen. „Wir sind ja hier bei Kirchens, nicht dass wir das vergessen“, erinnerte Caren Leuchter lachend und bat drei ältere Kirchgängerinnen auf die Bühne, die einmal zeigten, was einen als Kirchgänger während des Gottesdienstes so alles beschäftigt. Schnell wurde jedoch klar, dort oben auf der Bühne standen niemand anders als Pfarrer Datené, Pfarrer Weishaupt und Kaplan Züll.

Sie nörgelten über die Heizung, die zum Sparen mal wieder nicht laufe, über die Kollekte zur Orgelreparatur, „sollen sie doch Triangel spielen da oben“, lästerten über „den Tuppes“, der mal wieder zu spät kommt und sich noch in die Reihe quetschen muss, dass man Angst hat, die Bank krache zusammen, über den Pastor, der mal wieder am Mikro vorbei redet und den man deshalb doch gar nicht verstehen kann und der sowieso immer Lieder aussucht, die keiner kennt.

Und überhaupt, früher mit dem Latein in der Messe wäre es sowie schöner gewesen. Sie beschwerten sich über die Messdiener, die quatschen und überhaupt: „Guck mal, was die für Schuhe anhaben“.

Selbstverständlich hatten sie auch im Blick, wer alles den Gottesdienst besucht und wer sich sonst doch nie blicken lässt. Als die Predigt dann 20 Minuten dauerte, waren sie natürlich entrüstet: „Meint der denn, wir hätten kein Zuhause? Ich hab Hunger bis unter die Arme!“ Sogar der Bürgermeister käme mal in die Kirche, betreibe „Wahlkampf in der Kirchenbank“ und ginge als letztes zur Kommunion, damit ihn auch jeder gesehen habe.

Ihre Premiere auf der karnevalistischen Bühne meisterten sie mit Bravour und ernteten tosenden Applaus.

Laura Wings nahm die Dekanatsfrauen danach mit auf die Reise durch den kölschen Karneval und überzeugte auch mit einem Schlagermedley. Als Zugabe verzauberte sie die Festhalle in einen Sternenhimmel. Auch „der Penner von nebenan“, Jonas Wintz, sorgte für schallendes Gelächter und erklärte den Damen gleich wie er Penner geworden ist.

Auch die KG Löwengarde mit ihrem Präsidenten Norbert Bartz, die jüngste KG Eschweilers, die sich voll und ganz dem Tanz verschrieben habe, so Caren Leuchter, begeisterte die Feiernden. Das Trommler-und Pfeiferkorps Röhe, das Tanzpaar Katrin Schmidt und Julian Wahlen, die Tanzmarie Gianna Schoenen, sowie die Juniorengarde und die Große Garde boten eine Show der Extraklasse.

Aus Köln angereist, sorgte der Engel Hettwich dann noch einmal für Lachmuskelkater und berichtete von seinen Erfahrungen als Schutzengel und ihrer Vorliebe für Frikadellen.

Den tänzerischen Schlusspunkt setzten dann die Rainbow-Dancers von der KG Narrengarde Dürwiß, bevor das Fanfarencorps „die Weisweiler“ unter der musikalischen Leitung von Dietmar Krauthausen die gelungene Sitzung abrundete.

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