Das Zirkuspferd scharrt mit den Hufen

Von: rpm
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Den Blumenstrauß, mit dem sei
Den Blumenstrauß, mit dem seine Partei ihm zur Wahl gratulierte, reichte Axel Wirtz sofort an Lebensgefährtin Nicole weiter. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Wenige Wochen vor der Neuwahl des NRW-Landtags demonstriert die CDU im Südkreis Geschlossenheit: Mit 109 von 114 möglichen Stimmen wählten die Delegierten der Südkreis-Stadtverbände am Donnerstagabend den bisherigen Landtagsabgeordneten Axel Wirtz aus Stolberg-Gressenich zum Landtagskandidaten für den bevorstehenden Urnengang.

Bei einer Enthaltung und vier Nein-Stimmen brachte Wirtz es somit auf 96,5 Prozent der Stimmen.

Drangvolle Enge herrschte im Talbahnhof, wo die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Margarete Ritter die Wahl leitete. 120 Delegierte waren zugelassen, 114 waren pünktlich vor Ort. Dass dies so war, lag nicht zuletzt daran, dass Städteregionsrat Helmut Etschenberg die vorangehende Sitzung des Städteregionstages im Schnellverfahren abwickelte - allerdings konnte er damit nicht an den Rekord seiner Stolberger Parteifreunde tippen: Dort war eine Sitzung des Rechungsprüfungausschusses, dem mehrere Delegierte angehören, in nur acht Minuten Vergangenheit.

Andere Kandidaten für den Landtagswahlkreis Aachen IV gab es nicht - die beiden Wahlkabinen, die zur Nutzung durch Delegierte bereitstanden, denen am Tisch das Wahlgeheimnis nicht ausreichend gewahrt erschien, blieben leer. Offen und unaufgeregt ging die Veranstaltung über die Bühne. Und auch Wirtz selbst ließ in seiner kurzen Rede den Holzhammer weitestgehend beiseite. Ganz ohne Kritik an der bisherigen Landesregierung gings allerdings nicht: Deren Bilanz, so Wirtz, sei „zum Erbarmen schlecht”; einzig positives Ergebnis sei nur der Schulkompromiss - und der trage eindeutig die Handschrift der CDU. Kritische Töne fand Wirtz auch für die „nicht durchdachte” Verkehrspolitik: „Den Lückenschluss der L 238n wird es nicht geben. Da sind viele Millionen Euro ausgegeben worden, um die Sache dann doch nicht zu Ende zu bringen. 25 Jahre Planung und Bau sind mit einem Federstrich einfach von der Agenda verschwunden - das ist ein Schildbürgerstreich!”

Auf den Wahlkampf „gegen den rot-grünen Block” freut Axel Wirtz, seit 1999 Mitglied des Landtags, sich schon: „Ich bin wie ein altes Zirkuspferd: wenn die Musik spielt, wird getanzt, wird gearbeitet!”
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