Eschweiler - Das Wettrennen um die Lehrstelle beginnt an der Realschule Patternhof

Das Wettrennen um die Lehrstelle beginnt an der Realschule Patternhof

Von: Christoph Hahn
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Für sie war‘s ein Pflichttermin und eine Chance, die ersten Weichen in Richtung Zukunft zu stellen: Rund 320 Mädchen und Jungen der Klassen 8 und 9 nahmen am Berufsinformationsabend in der Eschweiler Realschule Patternhof teil.

Eschweiler. Inzwischen gehört sie fast schon zur Tradition: Zum achten Mal fand in der Eschweiler Realschule Patternhof ein Berufsinformationsabend statt. Rund 320 Jugendliche der Klassen 8 und 9 ließen sich dabei von Vertretern so unterschiedlicher Arbeitgeber wie AOK, Bundespolizei, St.-Antonius-Hospital, RWE Power und anderen, darunter eine Fahrschule, über Berufsbilder und Zukunftschancen beraten.

„Etliche Firmen sind Wiederholer“, freute sich Konrektorin Elke Cornetz, die die aktuelle Ausgabe der Berufsinformation zusammen mit ihrer Kollegin Brigitte Vonken-Müller organisiert hatte. Die Pädagogin weiß auch, warum solche Veranstaltungen (trotz der späten Uhrzeit für die Schüler eine Pflichtsache) gerade für die jungen Menschen vom Patternhof wichtig sind: „Für die Achtklässler geht es um das Praktikum, für die aus der 9 schon um den Ausbildungsplatz.“

Das Wettrennen um eine gute Lehrstelle habe jetzt schon angefangen: „Um bei der Polizei im kommenden Jahr anfangen zu können, müssen sie jetzt schon ihre Unterlagen einreichen.“

Eine, die sich in der Schule mit ihrem Wissen und ihren sozialen Kompetenzen zum Gespräch stellt, ist Barbara Dohmen von der Arbeitsagentur. Die Klassenzimmer am Patternhof sind ihr nicht fremd – schließlich ist sie von Aachen, ihrem Dienstsitz, als Schulberaterin in der Region unterwegs.

Jede Menge von Druckschriften mit bunten Titelblättern hat die erfahrene Fachkraft vor sich liegen. Ihr Kerngeschäft umreißt Dohmen knapp und unmissverständlich: „Es geht erst mal um den Bewerbungsprozess.“ Welche Unterlagen vorgelegt werden müssen und wie sich der Bewerber dabei selbst präsentieren muss, hat die Expertin dabei klar im Blick: „Erst mal wird der Fahrplan besprochen.“

Wie es weitergehen kann, beschäftigt Sandra Kozlowski und ihren Arbeitgeber AOK, der sich und seine Jobangebote erstmals in der Realschule vorstellte. Aus Jülich ist die zierliche junge Frau angereist, um besonders den Beruf des, beziehungsweise der Sozialversicherungsfachangestellten populär zu machen. Auch Sandra Kozlowski, die ihre Schullaufbahn mit dem Abitur abgeschlossen hat, kennt sich in Unterrichtsräumen aus: Im Alltag pflegt sie den Kontakt mit Schülern und Lehrern, um sie von den Präventionsangeboten der AOK zu überzeugen.

Sechs Schulen und 14 Betriebe beteiligten sich insgesamt an der diesjährigen Berufsinformation. Und nicht wenige Teilnehmer hatten ehemalige Realschüler vom Patternhof als Berater aufgeboten. Denn die wissen schließlich am besten, was Junioren an Aktionen wie dieser haben.

Eine Lehrerin äußerte sich trotzdem unumwunden enttäuscht: „Eltern haben sich in diesem Jahr kaum blicken lassen – das war sonst anders.“

 

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