Eschweiler - Das Warten der St. Jöriser auf ihren Kirchenchor wird belohnt

Das Warten der St. Jöriser auf ihren Kirchenchor wird belohnt

Von: ran
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Wie der Titel, so das Programm: Unter der Überschrift „Querbeet“ absolvierten die Sänger des Kirchenchors St. Georgius St. Jöris in Kooperation mit der Chorgemeinschaft Hastenrath einen bemerkenswerten Parforceritt durch die unterschiedlichsten Musikstile und unterhielten damit ihr Publikum in der voll besetzten alten Klosterkirche beim „Mitsingkonzert“. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Drei Jahre lang mussten die Bewohner von St. Jöris auf ein Konzert „ihres“ Kirchenchors St. Georgius warten. Am Sonntagnachmittag war es nun endlich wieder soweit.

Unter dem Titel „Querbeet“ präsentierten die Sänger in Kooperation mit der Chorgemeinschaft Hastenrath unter der Gesamtleitung von Achim Prinz in der voll besetzten alten Klosterkirche des Ortes einen mehr als zweistündigen Parforceritt durch die unterschiedlichsten Musikstile und begeisterten während des „Mitsingkonzerts“ ihr Publikum.

Mut wird belohnt

Dabei wurde deutlich, dass der Mut, neue Wege zu beschreiten, immer wieder belohnt wird: „Während unseres zuvor letzten Konzerts im Jahr 2013 ist der Mitsingteil, bei dem wir das Publikum direkt am Konzert haben teilhaben lassen, besonders gut angekommen. Deshalb stellt diesmal der Mitsingteil einen noch größeren Schwerpunkt dar“, erklärte der Chorvorsitzende Willi Henneböhl, bevor der erste Ton des Konzerts erklang.

Weitere Veränderungen: „Erstmals findet unser Konzert nicht am Samstagabend, sondern am Sonntagnachmittag statt. Und erstmals singen wir in Kooperation mit einem anderen Chor. Die Zusammenarbeit mit der Chorgemeinschaft Hastenrath, der gemeinsame Dirigent Achim Prinz macht dies möglich, verleiht uns gesanglich natürlich ein ganz anders Volumen“, ergänzte Vorstandsmitglied Manfred Hahnen.

Wobei die Sänger von St. Georgius zunächst einmal unter Beweis stellten, dass sie es auch alleine können. Das weltbekannte „Hallelujah“ von Leonard Cohen bildete einen prächtigen Auftakt, bevor die Gastgeber drei Beispiele traditionellen Liedguts anstimmten: Das „innere Ruhe“ ausstrahlende Lied „Mondnacht“ aus der Feder des Lyrikers Joseph von Eichendorff bildete dabei einen schönen Auftakt.

Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Hastenrath stand dann mehrsprachige Gospelmusik auf dem Programm. „O Happy Day“ und „When the Saints Go marching in“ in deutschen Versionen, bevor sich die Sänger beider Chöre nicht zum letzten Mal mit „Dat Wasser vun Kölle“ auf „kölsche“und Bläck Föss-Spuren begaben.

Damit hatten sich die St. Georgius-Chorsänger eine Pause wohlverdient. Die Hastenrather Chorgemeinschaft überzeugte derweil unter anderem mit Interpreationen des Silbermond-Hits „Das Beste“ sowie dem Helene Fischer-Ohrwurm „Atemlos“, bevor die Gäste mit „Alles auf dieser Welt hat seinen Sinn“ dem Monty Python-Evergreen „Always Look on the Bright Side of Life“ in Form einer spontanen Zugabe zu seinem Recht verhalfen.

Schließlich schlug kurz vor der Pause die erste Stunde des Publikums: Unterstützt von den Chorsängern Friedrich Schaefers, Dieter Schulz und Heinz Merks an ihren Gitarren erklangen vielstimmig die Volkslieder „Freut euch des Lebens“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Kein schöner Land“.

Zum Start der zweiten Halbzeit verzauberte Gastmusiker Daniel Koegel als Klaviersolist, in dem er zunächst zum „Tea For Two“ einlud, bevor es mit der Hymne „America“ aus der „West Side Story“ über den großen Teich ging. Dorthin, genauer gesagt in „die Stadt, die niemals schläft“, wünschten sich unmittelbar darauf die Sänger beider Chöre.

Vergeblich: Denn trotz der Feststellung „Ich war noch niemals in New York“ ging es zurück „ins Treppenhaus mit Bohnerwachs und Spießigkeit“. Von Letzterem war definitiv nichts zu spüren, als das Gitarrentrio Friedrich Schaefers, Dieter Schulz und Heinz Merks erneut an die Gitarren ging und keinerlei Mühe hatte, die Zuhörer zum Mitsingen zu animieren.

Wobei Heinz Merks nicht nur in die Saiten griff und zusätzlich die Mundharmonika ansetzte, sondern mit akzentuierter Stimme „Über den Wolken“, „Marina“, „Country Roads“ und das vor allem in St. Jöris auch mit Wehmut behaftete Lied „Die kleine Kneipe“ zum Besten gab. Lautstark stimmte das Publikum jeweils in die Refrains ein und machte das Konzert damit endgültig zu einem besonderen Erlebnis.

Die vehement eingeforderte Zugabe ließ nicht lange auf sich warten: Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“ dürfte dem einen oder anderen Konzertgast Gänsehaut bereitet haben. Die letzten musikalischen Worte gehörten dem Kirchenchor St. Georgius, der Chorgemeinschaft Hastenrath – und den Bläck Föös: „Ming eetste Fründin“, „Unser Stammbaum“ und als Hommage an St. Jöris „In unserem Veedel“ mit den Gesangssolisten Holger Ritzen und Hermann-Josef Büttgen.

Die Zuhörer waren mehr als zufrieden. Der Dank galt nicht zuletzt Chorleiter Achim Prinz sowie den Gastmusikern Daniel Koegel (Klavier) und Stephan Prinz (Schlagzeug). Bleibt zu hoffen, dass die Wartezeit bis zum nächsten Konzert des Kirchenchors St. Georgius spürbar kürzer wird als zuletzt.

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