Das Newa-Ensemble begeistert in der Dreieinigkeitskirche

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Das Newa-Ensemble mit Anastasi
Das Newa-Ensemble mit Anastasija Zhuravliova (Piano), Olga Romanowskaja (Mezzosopran) und Boris Kozin (Bariton und Violine) begeisterte am Mittwoch in der Dreieinigkeitskirche die Besucher mit klassischer russischer Musik und religiösen Gesängen. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. „Sie singen wie ein Engel” bedankte sich nach dem Konzert eine Besucherin bei Olga Romanowskaja. Wenn man sich unter Engelsgesang etwa Zartes, Ätherisches vorstellt, dann trifft das die Stimme der Sängerin aus St. Petersburg nicht ganz.

Ihr mächtiger Mezzosopran füllte am Mittwochabend scheinbar mühelos die Dreieinigkeitskirche, wo die Leiterin des Newa-Ensembles eindeutig der Star eines Gastspiels war.

Das Newa-Ensemble, ein vor über 20 Jahren in St. Petersburg gegründeter Chor, geht seit vielen Jahren in wechselnden und meist kleinen Besetzungen auf Tournee. In Eschweiler trat Olga Romanowskaja, die musikalische Leiterin des Chors, jetzt gemeinsam mit Boris Kozin (Bariton und Violine) und der Pianistin Anastasija Zhuravliova auf. Der Titel ihres Programms „Sehnsucht der russischen Seele” ließ ein Repertoire vom Typ „Wolgaschiffer” befürchten - das wurde es dann zum Glück nicht.

Das Trio bot in einem dreiteiligen Programm zunächst traditionelle und moderne Lieder der russisch-orthodoxen Kirche, es folgten Lieder und Romanzen russischer Komponisten wie etwa des besonders durch seine Oper „Ruslan und Ljudmila” bekannten Komponisten Michail Glinka. Zum Abschluss sangen Romanowskaja und Kozin georgische Volkslieder.

Faszinierend waren die von Olga Romanowskaja allein oder im Duett mit Boris Kozin mit großer Innigkeit vorgetragenen religiösen Gesänge - Osterlieder, weihnachtliche Weisen und vor allem Mariengesänge. Das hatte in manchen Passagen tatsächlich etwas Engelhaftes.

Höhepunkte des Konzertes waren die Solo-Auftritte der jungen Pianistin Anastasija Zhuravliova, die - auf einem E-Piano - Klavierwerke von Peter Tschaikowsky und Sergei Rachmaninow spielte. Besonders für ihre Ausschnitte aus Tschaikowskys poetischem Klavier-Zyklus „Die Jahreszeiten”, virtuos und einfühlsam vorgetragen, und ein kompliziertes cis-moll-Prelude von Rachmaninow erhielt sie anhaltenden Beifall. Die Evangelische Gemeinde Eschweiler hatte als Veranstalter zu dem Konzert eingeladen, bei freiem Eintritt. Die Besucher bedankten sich mit Spenden für den musikalischen Genuss.
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