Das Motto passt: Eischwiele, Alaaf you!

Von: G. Sungen und G. Bützt
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Prinz Thomas I. und Zeremonienmeister Harald genossen das schöne Wetter, die 160 000 Narren am Straßenrand und feuerten massenweise Kamelle und Rosen ins Publikum. Foto: K. Melle
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Die Löwengarde ist die jüngste Karnevalsgesellschaft im Komitee und war erstmals eigenständig beim Rosenmontagszug dabei. . Foto: G. Brüllt
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wo ist Bert? Diese beiden Damen haben sicher auch früher die Sesamstraße geschaut. Foto: R. Nie
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Ganz schön punkig diese Mäuse. Mit ihren pinken Haaren waren sie ein Blickfang. Foto: M. Sisch
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Bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich in der Uniform sehr gut aushalten. Foto: K. Rawane
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Das Motto der diesjährigen Eischwiele Fastelovend tragen sie in ihren Herzen. Foto: H. Wanna
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Dieses Raupe schlängelte sich durch die Straßen. Foto: B. Malt
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Schnäpschen gefällig? Wer sagt da schon Nein?! Foto: A. Lohol

Eischwiele. Die vergangene Session 2013/14 muss eine besonders fruchtbare gewesen sein. Nie zuvor lenkten junge Muttis und Vatis so viele Kinderwagen zum Rosenmontagsumzug wie am Montag. Und in den Kinderwagen lagen tatsächlich Kleinkinder – nicht etwa Bierdosen und Schnapsflaschen.

Und alle, die gekommen waren (laut Polizei in diesem Jahr 160.000), bereuten diese Entscheidung nicht. Bei strahlendem Sonnenschein zogen rund 6500 Kostümierte durch Eschweilers Straßen.

„Wahnsinn“

Prinz Thomas I. und Zerm Harald Hucky Weiland konnten derweil ihr Glück kaum fassen. Der Narrenherrscher hielt am Montag immer wieder mal für wenige Sekunden inne, schüttelte leicht mit dem Kopf und sagte „Wahnsinn“.

Recht hatte er. Beim Bilderbuchwetter übertrafen sich die Zugteilnehmer einmal mehr in Sachen Kreativität und Farbenfröhlichkeit. Um Punkt 12 Uhr hatte sich der närrische Lindwurm in Bewegung gesetzt. Angeführt wurde der Zug von der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler. Erstmals war die Löwengarde als eigenständige Gesellschaft dabei, und obwohl die KG nun auch mit Uniformierten unterwegs war, zogen zahlreiche Löwen und Löwinnen wie gewohnt mit.

10.000 Rosen

Traditionell zog die Gesellschaft des Prinzen – in diesem Jahr die Lustige Reserve – an vorletzter Stelle durch die Indestadt. Den Abschluss bildete die Scharwache, die im vorigen Jahr den Prinzen gestellt hatte.

Viel Zeit, diese grandiosen Eindrücke zu genießen, hatte der Narrenherrscher aber natürlich nicht. Vom Prinzenwagen wurde mit vollen Händen geworfen, was das Zeug hielt. 10.000 Rosen, 5000 kleine Kuchen, eine Palette Gummibärchen, 700 Kartons Zuckerschiffchen und 40.000 kleine Tafeln Schokolade – Prinz Thomas I., Zeremonienmeister Harald und die fleißigen Helfer auf dem Prinzenwagen kamen mächtig ins Schwitzen.

Norbert Weiland, Präsident des Eschweiler Karnevalskomitees, wird nicht müde zu betonen, dass vor allem die vielen schönen Kostüme den Eschweiler Rosenmontagszug auszeichnen. Recht hatte er, wovon man sich am Montag wieder überzeugen konnte. Da gab es die Klassiker wie Clowns, aber auch Pinguine, Batman, beziehungsweise Batwoman, punkige Mäuse, Piraten, Krabben, Köche, Sonnenblumen und so weiter und so fort. Wäre ein Preis für das schönste Kostüm vergeben worden, die Jury hätte die Qual der Wahl gehabt. Natürlich standen die Zuschauer dem in nichts nach.

Positives Fazit der Feuerwehr

Nicht zu vergessen die vielen Musikkapellen, die für Partystimmung sorgten. Von Helene Fischers „Atemlos“ bis hin zu sämtlichen Karnevalsklassikern wurde jeder Musikwunsch erfüllt. Da Jecken am Straßenrand dankten es mit ausgiebigem Schunkeln, Mitsingen, Klatschen und Tanzen.

Am frühen Abend zog die Feuerwehr ein positives Fazit. Der Trend habe sich fortgesetzt und es sei größtenteils friedlich gefeiert worden. 16 sogenannte karnevalsbedingte Einsätze habe es bis 18 Uhr gegeben, sagte Axel Johnen, Leiter der Feuerwache Eschweiler. Leider wurden die Einsatzkräfte nach Zugende zu einer Schlägerei an die Röthgener Straße gerufen worden. Der Personen mussten dort nach ersten Erkenntnissen vom Rettungsdienst abtransportiert werden.

Es war dennoch ein größtenteils friedlicher und ein besonderer Rosenmontag, den das Prinzengespann sicherlich genau so gut in Erinnerung behalten wird, wie die vielen Zuschauer.

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