Eschweiler/Inden - Das Faktor-X-Baugebiet „Inden Seeviertel“ ist Teil der Klima-Expo

Das Faktor-X-Baugebiet „Inden Seeviertel“ ist Teil der Klima-Expo

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Ulrich Schuster, Regina Dechering, Jens Bröker, Klaus Dosch, Wolfgang Jung und Alois Herbst (von links) freuen sich, dass das Projekt Inden-Seeviertel Teil der Klima-Expo ist. Foto: Kreis Düren

Eschweiler/Inden. Der Baubereich gehört zu den ganz großen Ressourcenverbrauchern in Deutschland. Mit dem Neubaugebiet „Seeviertel“ hat sich die Gemeinde Inden im Rheinischen Braunkohlerevier gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH, der RWE Power AG und der Aachener Stiftung Kathy Beys das Ziel gesetzt, mindestens eine Halbierung des Ressourcenverbrauchs zu erreichen.

Ein ganzheitliches Konzept mit Beispielcharakter, meint auch die Klima-Expo NRW und qualifiziert das Projekt offiziell als Vorreiter für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen. Beim Gebiet „Seeviertel“ sind dieselben Partner mit im Boot, die auch das Wohngebiet „Neue Höfe Dürwiß“ entwickeln, wo die Erschließung in Kürze beginnen soll.

Mit dem Faktor-X-Baugebiet Inden-Seeviertel wollen die Projektpartner zeigen, wie ein Wohnquartier ressourcenschonend errichtet und bewohnt werden kann. „Faktor X“ bedeutet dabei, dass beim Bauen und Wohnen insgesamt X mal so sparsam mit Ressourcen umgegangen wird wie bei herkömmlichen Gebäuden.

Doch nicht nur Umwelt und Klima profitieren. Auch die Hausbesitzer gewinnen mit einem Gebäude, das über mehrere Generationen funktioniert und eine flexible Bewohnbarkeit in jeder Lebenssituation bietet. Das verringert den Energieverbrauch und reduziert Folgekosten.

„Im Seeviertel Inden zeigen wir, wie attraktive und wertstabile Häuser ressourcensparend gebaut werden können. Innovativ dabei ist der Blick auf den ganzen Lebenszyklus: Vom ersten Spatenstich für die Straßen über die Wärmeversorgung zu den Häusern haben wir mit unseren Projektpartnern ein Konzept gefunden, das weit über das Indeland hinausstrahlt“, erklärt Stephan Baldin, Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys. Im Vergleich zu den sonst üblichen Siedlungen in der Region sparen die Gebäude in der Neubausiedlung über einen Lebenszyklus von 50 Jahren mindestens 50 Prozent Treibhausgasemissionen, nicht erneuerbare Primärenergie und Rohstoffe ein.

Bis 2022 präsentiert die Klima-Expo NRW 1000 Projekte, die den Fortschrittsmotor Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen besonders gut veranschaulichen. Als 114. Schritt der Landesinitiative ist das Seeviertel Inden nun auch offiziell Vorreiter für den Klimaschutz in NRW.

„Das Projekt verknüpft Klimaschutz, Ressourcenschonung, lokale Wertschöpfung und zukunftsorientiertes Bauen. Durch die Nutzung recycelter Baumaterialien aus dem Rückbau von Dörfern im Tagebaugebiet leistet das Projekt außerdem einen positiven Beitrag zum Strukturwandel in der Region“, begründet Wolfgang Jung, Geschäftsführer der Klima-Expo NRW, die Aufnahme des Projektes in die Leistungsschau des Landes NRW.

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