Das Dorf Röhe stellt sich auf 255 Seiten vor

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Nach mehr als drei Jahren akri
Nach mehr als drei Jahren akribischer Arbeit ist das Buch „Eschweiler-Röhe” nun fertiggestellt. Der Umschlag zeigt eine Luftaufnahme des Ortes. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Name des Werkes ist schlicht: „Eschweiler-Röhe” lautet der Titel des Buches, das die Mitglieder des gleichnamigen Arbeitskreises des Eschweiler Geschichtsvereins im Pfarrheim der Pfarrkirche St. Antonius der Öffentlichkeit vorstellten.

Doch dahinter stecken dreieinhalb Jahre voll akribischer Arbeit. Das Ergebnis ist bemerkenswert. Auf 255 Seiten zeichnen Dieter Spiertz, Simon Stump, Adam Elsen und Hans von Reth als Redaktionsmannschaft, Klaus Fehr als Leiter des Arbeitskreises sowie zahlreiche weitere Mitarbeiter ein umfangreiches und detailliertes Bild des Ortsteils im Westen der Indestadt, der 1346 erstmals urkundlich erwähnt wurde, jedoch bereits im Hochmittelalter bestand und schon in der Jungsteinzeit besiedelt war.

In sehr übersichtlicher Form wird kaum ein Lebensbereich ausgelassen. Das erste Kapitel „Röhe früher und heute” befasst sich mit der Geschichte der Ortschaft, den Straßennamen, der Entwicklung des Röher Schulwesens, den Baudenkmälern und schließt mit drei Kurzbiographien von Männern, die Röhe geprägt haben: Wilhelm Rinkens, Johann Werden und Franz Koch. In weiteren Kapiteln stehen das religiöse Leben, Handel und Gewerbe, die Landwirtschaft sowie das umfangreiche Vereinsleben im Mittelpunkt.

Wie sehr das Schaffen des Arbeitskreises die Menschen in Röhe berührt, zeigt das große Interesse an der Buchvorstellung. Das Röher Pfarrheim war bestens besucht, als mit Dr. Berthold Drube einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Eschweiler Geschichtsvereins die Gäste begrüßte. „Ich selbst bin neugierig auf dieses Buch, das in mühevoller Kleinarbeit und vor allen Dingen in vergleichsweise sehr kurzer Zeit entstanden ist. Meine Bewunderung gilt sowohl der Gemeinschaft hier in Röhe als auch der Eigenständigkeit der Röher, die in Eigeninitiative ein Buch über ihren Ort zustande gebracht haben”, betonte er. Auch Bürgermeister Rudi Bertram zeigte sich beeindruckt: „Röhe ist ein echtes Dorf im positiven Sinne, mit einer dörflichen Gemeinschaft im besten Sinne.”

Mit Simon Stump brachte anschließend ein Mann des engsten Mitarbeiterkreises den Zuhörern das Werk „Eschweiler-Röhe” näher. „Ein Herzenswunsch zahlreicher Bewohner nahm vor mehr als drei Jahren Gestalt an. Heute können wir mit Freude und Stolz eine umfangreiche und vielfältige Abhandlung unserer Heimatgeschichte präsentieren. Unser Ziel war es, der Kultur und der Gemeinschaft unseres Heimatortes nachzuspüren, die Liebe zu unserer Heimat zu erhalten, Alt und Jung zusammenzuführen. Dieses Buch soll aber auch nicht zuletzt eine Quelle für zukünftige Generationen darstellen”, so das langjährige Mitglied des Geschichtsvereins. Dabei sei das Werk keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Buch für jedermann, das allerdings weit mehr als ausschließlich volkstümliche Anekdoten enthalte.

Bevor Dieter Spiertz den Gästen zahlreiche Fotos zum Thema „Röhe” präsentierte, ergriff Klaus Fehr, seit dem vergangenen Jahr als Nachfolger von Dieter Spiertz Leiter des Arbeitskreises, das Wort: „Leider war es uns nicht möglich, in dem nun fertiggestellten Buch alle uns zur Verfügung gestellten Bilder unterzubringen. Unter anderem deshalb soll es ein zweites Buch über den Stadtteil Röhe geben”, kündigte er an. „Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, benötigen wir aber erneut die Hilfe der Menschen in Röhe”, machte er deutlich. Doch daran dürfte es nicht scheitern: „Die Röher waren aufgerufen, mitzuarbeiten. Und sie war bereit dazu”, lobt Klaus Fehr. Die ganze Geschichte Röhes ist also noch (lange) nicht erzählt.

Auf 700 Hektar leben 2316 Menschen

Der Eschweiler Ortsteil Röhe stellt heute ein „Haufendorf” dar, das mit den dazugehörigen Feldern, Wiesen und Teilen des Propsteier Waldes eine Fläche von etwa 700 Hektar einnimmt. Die Ortsbegrenzung entspricht etwa einem Kreis mit einem Durchmesser von drei Kilometern.

Während im Jahr 1788 laut Kirchenbuch der Pfarre St. Peter und Paul 731 Katholiken in Röhe lebten, wuchs die Zahl der Einwohner nach einer Statistik der Stadt Eschweiler auf 2316 im Jahr 2003.

Die Erstauflage des Buches umfasst 1350 Exemplare. Ab dieser Woche ist das Werk auch in den Eschweiler Buchhandlungen zu erhalten.

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