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„Das Bundeskabarett” gewinnt beim Eschweiler Lok

Von: ran
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Erfolgreich unterwegs, um das ins Schlingern geratene Schiff „MS Deutschland” wieder auf Kurs zu bringen: „Das Bundeskabarett” Martin Zingsheim, Henry Schumann und Sebastian Pufpaff (v. l.). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Freitagabend, 22.35 Uhr: Jurymitglied Nina Klopschinski, früher bekannt als „Coco Camelle”, tritt auf der Bühne des Talbahnhofs an das Mikrophon und verkündet den Gewinner der 3. Eschweiler Lok. „Sieger nach Punkten: Das Bundeskabarett”, lautet das Ergebnis.

Großer Jubel im Publikum und auch auf der Bühne, wo sich neben dem Siegertrio Sebastian Pufpaff, Henry Schumann und Martin Zingsheim, das antrat, um Deutschland zu retten, auch die weiteren Kandidaten des inzwischen weit über die Grenzen der Region bekannten Kabarett-Nachwuchspreises versammelt hatten. Eva Eiselt, Benjamin Eisenberg und das Duo Kämmer & Rübhausen wussten mit ihren Programmauszügen ebenfalls sowohl das Publikum als auch die Jury zu überzeugen, mussten jedoch der rheinisch-sächsisch-anhaltinischen Kombination den Vortritt lassen.

„Ein kurzweiliger Abend auf hohem Niveau. Im politischen Kabarett kommt offensichtlich einiges nach. Wir haben heute vier niveuvolle und unterhaltsame Auftritte erleben dürfen”, zog Nina Klopschinski ein positives Fazit.

Rund zweieinhalb Stunden zuvor eröffnete mit Peter Adrian der „geistige Vater” der Eschweiler Lok und Vorsitzende des Kleinkunstfördervereins Talbahnhof, der den Wettbewerb ausrichtete, den mit Spannung erwarteten Abend. Gemeinsam mit Klaus Wohnaut, Gebietsdirektor der Sparkasse, die die Lok erneut unterstützte, enthüllte er den zum dritten Mal vom Eschweiler Künstler Ricardo Oliveira gestalteten Preis. Nun galt es nur noch „einen Bräutigam für die Braut zu finden”, wie es Peter Adrian formulierte.

Gleich drei Kandidaten machten den Anfang. Und „Wessi” Sebastian Pufpaff im schicken Designer-Anzug, „Ossi” Henry Schumann mit Rettungsweste sowie „Praktikant” Martin Zingsheim in modischer Matrosenuniform entfachten als „Das Bundeskabarett” wahrlich einen Sturm auf der Bühne, um das ins Schlingern geratene Schiff „MS Deutschland” wieder auf Kurs zu bringen. Dabei blickte „Mecker-Ossi” Henry Schumann auch mit etwas Wehmut an die „guten alten Zeiten” zurück. „Immer wenn wir etwas hatten, habt ihr es uns weggenommen. Selbst die Mauer, den Eifelturm des Ostens, unsere Freiheitsstatue, nur andersherum”, klagte er in Richtung Sebastian Pufpaff. „Außerdem, wer braucht Freiheit, wenn es einem dreckig geht?”, fragte er.

Für so viel Wehleidigkeit hatte der „Besser-Wessi” aber nun überhaupt kein Verständnis: „In diesem Land heißt es immer noch, Scheuklappen auf und durch. Warum sich nicht an den blühenden Landschaften erfreuen? Bieten sie einfach etwas an, was keiner braucht, aber jeder haben möchte”, hatte er auch gleich ein paar Ratschläge parat.
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