Das Berufsleben kann ganz schön schlauchen

Von: ran
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Erfolgreiche Teilnehmer der Be
Erfolgreiche Teilnehmer der Berufsorientierungswochen: Angelo Bamberger, Tim Bialek, Niclas Maurice Born, Manuel Braun, Dennis Breuer, Tobias Breuer, David Claßen, Florian Diederichs, Arlind Dragusha, Christina Duarte, Francisco Duarte, Shahid Durovski, Pascal Eichberg, Justin Ernst, Mustafa Kalayci, Selimcan Köroglu, Florian Leistner, Domenique Mertens, Lorena Alexandra Offergeld, Zeljko Ristic, Alina Rojano-Gomez, Sven-Eric Römer, Vincenz Schmidt, Kilian Stollenwerk. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Schule abgeschlossen, doch was kommt danach? Eine Frage, der sich jeder Schüler möglichst früh stellen sollte. Für Jugendliche, die eine Förderschule besuchen, ist die Antwort aber besonders schwierig. Eine intensive Vorbereitung auf das angestrebte Arbeits- und Berufsleben tut not, sind auch die Verantwortlichen der Willi-Fährmann-Schule überzeugt. Deshalb ist die Schule Teil des Berufsorientierungsprogramms des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB), in dem die Städteregion Aachen als Modellregion gilt. Im Mai und Juni sammelten 24 Schüler der achten Jahrgangsstufe der Willi-Fährmann-Schule innerhalb der Berufsorientierungswochen erste wichtige Erfahrungen in der Arbeitswelt. Am Montag erhielten die Absolventen nun aus den Händen der Projektmitarbeiterinnen Ina Heschel und Susanne Staets sowie der Klassenlehrer Laila Kiklas und Alexander Baeum ihre Zertifikate.

„Ziel des Projekts ist es, den Schülern frühzeitig Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich ihnen nach dem Schulabschluss bieten könnten. Sie sollen vor allem ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen kennenlernen, damit ihnen auch die Wahl eines sinnvollen Praktikumsplatzes leichter fällt”, erklärt Ina Heschel von der low-tec gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, die gemeinsam mit der Handwerkskammer Aachen, dem Sozialwerk Aachener Christen, der Jugendberufshilfe der Stadt Aachen, dem Kolping Bildungswerk Aachen, dem Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung sowie der Jugendberufshilfe In Via Aachen die Trägerkooperation des Projekts bildet.

Zu Beginn der Berufsorientierungswochen stand zunächst eine zweitägige Potenzialanalyse auf dem Programm. „In dieser werden die Schüler in Sachen Schlüsselkompetenzen auf die Probe gestellt. Dazu zählen unter anderem Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit, Sorgfalt und Belastbarkeit, aber auch das technische Verständnis der Jugendlichen”, so Ina Heschel.

Anschließend folgten zwei jeweils einwöchige Abschnitte, in denen die Schüler der Willi-Fährmann-Schule bei jeweils einem der sieben Träger in das Berufsleben hineinschnupperten.

„Dabei wurde ein breites Spektrum an Berufsbereichen angeboten, dass von Metallbearbeitung, Holzverarbeitung und Elektrotechnik über Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Verwaltung bis hin zum Garten- und Landschaftsbau führte”, betont Susanne Staets vom Sozialwerk Aachener Christen.

Von jeweils 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr dauerten die vor allem praxisbezogenen Arbeitstage, die den Schülern auch einiges abverlangten. „Sieben Stunden an der Werkbank zu stehen, kann ganz schön anstrengend sein”, macht auch Ina Heschel deutlich. Dennoch sind die Schüler überzeugt, von der Initiative profitieren zu können. „Die Berufsorientierungswochen haben Spaß gemacht”, zieht Francisco Duarte ein positives Fazit.

„Ich hatte bereits zuvor den Wunsch, beruflich in Richtung Kfz-Mechatroniker zu gehen und wurde in meiner Absicht bestätigt.” Mit dem Garten- und Landschaftsbau lernte Lorena Offergeld ein ihr zuvor unbekanntes Berufsfeld kennen. „Mir hat dieser Arbeitsbereich so gut gefallen, dass ich mich gleich um einen Praktikumsplatz beworben habe und angenommen wurde”, berichtet sie.

Auch Angelo Bamberger kann sich vorstellen, später einmal in diesem Bereich zu arbeiten. „Die Berufsorientierungswochen haben mir auf jeden Fall weitergeholfen”, blickt auch er gerne zurück.

„Entscheidend ist nicht zuletzt, dass die Schüler durch das Projekt Motivation erhalten und eben nicht entmutigt werden”, nennt Susanne Staets einen weiteren Aspekt. „Die Zertifikate sind dann die Bestätigung der geleisteten Arbeit, die bei späteren Bewerbungen den Schülern sicherlich nicht zum Nachteil gereichen”, ergänzt sie.
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