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Dart-Piraten verteidigen Meistertitel

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
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Sie sind in der ersten Bundesliga Zuhause. Die „Grenzland-Piraten“ verwandeln die Gaststätte „Zur alten Mühle“ regelmäßig in eine Dart-Arena. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Grenze und Dart, das passt aktuell richtig gut zusammen. Denn der Beste seines Fachs, der frisch gekürte Weltmeister Michael van Gerwen, kommt aus den Niederlanden – also von „hinter der Grenze“. Derweil flimmert in der Gaststätte „Zur alten Mühle“ nicht das Finale der Dart-Profis über den Bildschirm.

Auf dem Flachbildfernseher läuft eine Partie der zweiten Fußball-Bundesliga. Aber Augen hat man in der Gaststätte eigentlich nur für ein Team: die „Grenzland-Piraten“. Sie sind zwar noch nicht ganz so erfolgreich wie der niederländische Weltmeister, aber die Pfeilkünstler spielen in der ersten Bundesliga. Dort leben sie ihre Leidenschaft aus: das Darten.

In der vorletzten Saison stieg das Team um Kapitän Kai Okunek in die Bundesliga West auf und wurde nach nur einer Saison Meister. Eine Leistung auf die sie sehr stolz sind. „Wir haben in dieser Saison bisher nur eine Niederlage kassiert und sind auf einem guten Weg unseren Titel zu verteidigen“, freut sich Mitglied Wolli Kniebeler bei einem Heimspiel.

Zugpferd der Mannschaft ist Dirk Cormann. Er war schon Weltmeister, fünffacher Europameister und mehrfacher deutschen Meister. In der jetzigen Formation besteht das Team, zu dem Dirk Cormann, Wolli Kniebeler, Berni Galinski, Bachisio Soro, Antonio Inchigolo, Frank Hoven, Ralph Winter und Kai Okunek gehören, erst seit fünf Jahren.

Erfahrung haben die „Grenzland-Piraten“ aber schon reichlich. „Die meisten unserer Mitglieder spielen bereits seit über 20 Jahren“, erzählt Kniebeler. Für ihre Leidenschaft nehmen die Sportler so einiges in Kauf. Regelmäßig legen sie für ihre Auswärtsspiele Strecken bis nach Wesel, Köln, Gladbach, Nettetal und Bonn zurück.

Meistertitel verteidigt

Mittlerweile befinden sich die „Grenzland-Piraten“ kurz vor dem Ende der Saison. Neun Siege und eine Niederlage konnten sie bisher auf ihrem Konto verbuchen. Auch im Spiel gegen das Team „Niederrhein“ aus Wesel stehen sie zur Halbzeit mit sechs zu vier in Führung. Jeweils sieben Spiele mussten die Sportler in der Hin- und Rückrunde absolvieren. An diesem Tag sind es sogar zwei.

Das Programm an diesem Doppelspieltag ist straff. Zunächst spielen die „Grenzland-Piraten“ gegen das Team „Niederrhein“ aus Wesel. Dann trifft dieses wiederum auf eine Mannschaft aus Gladbach. In der Zwischenzeit können sich die Indestädter mit einem warmen Essen stärken, bevor sie am Abend gegen ihre Gegner aus Gladbach ran müssen.

Dass das alles ganz schön anstrengend sein kann und nach so vielen Stunden auch in Beinen und Rücken spürbar ist, merkt man den Sportlern nicht an. Sie geben ihr Bestes und feuern die Mannschaftskollegen fleißig an. Auch die Gäste schauen gespannt zu und freuen sich über jedes gewonnene Spiel. Regelmäßig bricht an diesem Nachmittag Jubel aus. Die „Grenzland-Piraten“ sind in Topform.

Zwischen den Feiertagen absolvierten die Pfeilkünstler dann das letzte Spiel für diese Saison. Das Ergebnis: Sie haben ihren Titel verteidigt. Die „Grenzland-Piraten“ sind zum zweiten Mal Meister geworden.

Modus: 501 Double out

Gespielt wird im Modus 501 Double out – Best of Five. Dies bedeutet, dass jeder Spieler beim Wurf auf die Dartscheibe mit so wenig Versuchen wie möglich von 501 Punkten auf 0 Punkte kommen muss. Von den fünf gespielten Sätzen, müssen mindesten drei gewonnen werden, damit ein Spieler eine Partie für sich entscheiden kann.

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