Eschweiler - Damit Kinder zur Schule gehen können

Damit Kinder zur Schule gehen können

Von: anka
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Erfuhren hautnah, wo die Spend
Erfuhren hautnah, wo die Spenden hinfließen: Anna Bucur vom „Netz Bangladesch”, an das das gesammelte Geld der Sternsingeraktion der GdG Eschweiler-Mitte jährlich geht, berichtete den Eschweiler Sternsingern von dem Leben der Schüler in Bangladesch. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Müde und etwas erschöpft waren sie vom dreitägigen Sternsingen vor den Haustüren der Indestädter. Doch das, was sich da so bunt und außergewöhnlich im Gemeinschaftsraum des Kinder- und Jugendzentrums St. Peter und Paul präsentierte, war für die Kinder und Jugendlichen einfach viel zu interessant, um nach dem langen Fußmarsch nach Hause zu gehen.

Denn das Pastoralteam, das um Werner Linnartz sowie Susanne und Stefan Grüne auch in diesem Jahr wieder die Sternsingeraktion der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Eschweiler-Mitte organisiert hatte, hatte sich für den Abschluss des Sternsingens etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Anna Bucur, Bildungsreferentin des „Netzes Bangladesch”, an das das gesammelte Geld der Sternsingeraktion in Eschweiler-Mitte seit sieben Jahren geht, war zu Besuch und berichtete den Kindern mit viel Liebe zum Detail von den Projekten in Bangladesch.

Den Alltag näher bringen

„Wir wollen den Sternsingern einfach einmal zeigen, was mit dem Geld, das sie Jahr für Jahr sammeln, konkret passiert”, freute sich Organisator Werner Linnartz über die Gelegenheit, den Weisen aus dem Morgenland den Alltag der bangladeschischen Schüler einmal näher zu bringen.

So berichtete Anna Bucur von der Entwicklungsorganisation „Netz Bangladesch” über die vielfältigen Projekte, die nicht zuletzt durch die jährlichen Spenden der Eschweiler Sternsinger umgesetzt werden können. „Mit eurer Hilfe können Jahr für Jahr wieder viele, aus sehr armen Verhältnissen stammende Kinder in unsere Dorfschulen eingeschult werden”, sprach die Referentin ein großes Dankeschön für das unermüdliche Engagement der Sternsinger aus.

„So können wir von der Hilfsorganisation vielen bangladeschischen Kindern den Zugang zu Bildung ermöglichen, indem wir kleine Klassen einrichten, Frontalunterricht mit und mit abschaffen und die Qualität des Unterrichts durch die Ausbildung von Lehrern verbessern”, berichtete Anna Bucur von den Dorfschulen des „Netzes Bangladesch”, „die den Schülern dort viel bessere Bedingungen als die staatlichen Schulen bieten können”.

Interessiert lauschten die Eschweiler Sternsinger dem Vortrag der Bildungsreferentin und konnten sich vor lauter Fragen kaum retten: An wie vielen Tagen in der Woche haben die Schüler dort Unterricht? Welche Fächer werden unterrichtet? Und warum sind die Kinder in Bangladesch so arm? - alles Themen, die die kleinen Zuhörer neugierig machten und über die Anna Bucur gerne referierte.

Neben Pfarrer Dr. Andreas Frick, der sich ganz herzlich für den Einsatz der Sternsinger und für die Unterstützung der Eltern bedankte sowie ein großes Lob an die Kinder aussprach, betonte Bürgermeister Rudi Bertram ebenso, wie wenig selbstverständlich ein solches Engagement der Kinder für andere Kinder, denen es schlechter geht, sei.

Als großes Dankeschön gab es vom Pastoralteam der Gemeinschaft der Gemeinden Eschweiler-Mitte für jeden Sternsinger Schokolade, bevor die Kinder und Jugendlichen zu der landestypischen, traditionellen Kleidung wie einem Saree, den Koch- und Schreibutensilien und sonstigen kulturellen Besonderheiten, die Anna Bucur eigens mitgebracht hatte, griffen und sich die Fotos anschauten, die vor allem eines zeigten: Die Kinder in Bangladesch sind nicht nur auf die Hilfe der Sternsinger angewiesen, sondern das Engagement der Weisen aus dem Morgenland kommt auch dort an, wo es am meisten gebraucht wird.
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