Eschweiler - Damensitzung der Scharwache: Zwerge, Feen, Prinzessinnen

Damensitzung der Scharwache: Zwerge, Feen, Prinzessinnen

Von: Anna Fitscher
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Freute sich über den tollen Empfang: Prinz Ralf II. bei den jecken Damen der Scharwache. Foto: Anna Fitscher
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Präsentierten den Damen des Publikums ihren neuen Mariechentanz: das Tanzpaar der Scharwache Eva Grupp und Sebastian Plönnes. Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. Wenn Feen, Prinzessinnen und Zwerginnen abends Richtung Haus Flatten pilgern, kann das nur Eines bedeuten: Es ist Damensitzung! Am vergangenen Mittwochabend lud die Eschweiler Scharwache 1882 e.V. zum alljährlichen Damenabend in der Delio-Arena ein.

Moderiert wurde der Abend erneut von Sonja Essers, die bereits im vergangenen Jahr ihr Moderationsdebüt bei der Damensitzung der Scharwache gegeben hatte.

Eröffnet wurde das Programm für die Damen mit „dem Besten, was ein Verein haben kann“: der Kinder- und Jugendtanzgruppe. Die Trainerin der Minigarde, Janina Adrian, hatte offensichtlich ganze Arbeit geleistet: Die Kleinen zauberten eine wunderbare Choreographie auf die Bühne. Auch die Jugendtanzgruppe unter Leitung von Tammy Eggert beigeisterte ihr Publikum.

Als Belohnung für ihre Leistung gab es nach dem Auftritt den Scharwach Orden und Süßigkeiten. „Die sind zwar schlecht für die Zähne, gehören aber zu Karneval einfach dazu“, meinte Moderatorin Sonja Essers und hatte natürlich die volle Zustimmung der Minigarde.

Zusätzlich erhielten alle Kinder und Jugendlichen eine Rose. Die durften sie aber nicht selbst behalten. „Die Rosen sind ein Dankeschön für eure Mamas, denn ohne sie wäre all das hier nicht möglich“, erklärte Sonja Essers und erhielt tobenden Applaus aus dem Publikum, in dem sich sicherlich auch die meisten Mütter des Nachwuchses der Scharwache befanden.

Nach diesem grandiosen Einstieg folgte der zweite Programmpunkt: Die Geschwister in der Bütt, Niklas und Lena, betraten die Bühne. Die beiden lieferten sich einen witzigen Schlagabtausch, bei dem die kleine Schwester die Nase allerdings weit vorne hatte.

Büttenredner Niklas und Lena

So machte sie sich nicht nur über die Freundin ihres Bruders lustig, sondern vor allem über ihn selber. Zu dem einsetzenden Bartwuchs ihres Bruder, der im Moment „Pubertät hat“, hatte sie eine klare Meinung: „Da kann aber noch nicht erkennen, ob das Haare oder Federn werden sollen!“ Die Lacher hatten die beiden mit ihrem Gezanke jedenfalls ganz auf ihrer Seite.

Schließlich enterten Prinz Ralf, Zeremonienmeister Georg und das gesamte Prinzengefolge die Delio-Arena. Spätestens da gab es bei den Damen kein Halten mehr: alle standen auf den Stühlen und hießen ihren Prinzen herzlich Willkommen. „Wat kann et Schöneres jeben, als in ene Saal voll jecke Wiever zu kommen“, meinte der Prinz, sichtlich gerührt von dem Empfang der Damen.

Juppi Küpper von der Narrengarde Dürwiß unterhielt sein Publikum mit seinen Tanzmariechen, die inzwischen schon eine feste Größe im Eschweiler Karneval sind. Auch das Duo Harry und Achim fand bei den jecken Damen großen Anklang.

Getreu dem Motto „Früher war alles besser“ erinnerten sich die beiden an ihre Kindheit.

„Eins ist klar: Wir hatten eine saugeile Kindheit! Wir hatten keine Handys. Und keine Piercings. Wir hatten Ahornsamen auf der Nase!“

Die Nothberger Fanfarentrompeter sorgten mit ihrem Auftritt weiterhin für eine ausgelassene Stimmung im Saal.

Schowtanz zu „Grease“

Die Showtanzgruppe „Op Zack“ der Prinzengilde Eschweiler Bergrath begeisterte das Damenpublikum mit ihrem „Grease“-Tanz.

Die Musik dieses Musicals in Kombination mit den Kostümen im 50er Jahre Stil und der ausgeklügelten Choreographie der Showtanzgruppe machte einfach nur gute Laune. So sah man doch einige Damen im Saal, die „Summer Nights“ oder „You‘re the one that I want“ lachend mitsangen.

Richtig eingeheizt wurde den Damen schließlich von der kölschen Band Miljö.

Die fünf Jungs trafen mit ihren Liedern wie „Wolkeplatz“ oder „Schön is‘ anders“ den richtigen Nerv der jecken Damen, die es sich natürlich nicht nehmen ließen, lauthals mitzusingen.

Miljö aus Köln zu Gast

So war es nur logisch, dass die Damen die fünf Kölner eigentlich gar nicht gehen lassen wollten. Ein Glück, dass die Band dem Charme der Moderatorin nicht widerstehen konnte und sich trotz vollem Terminplan noch zu einer Zugabe hinreißen ließ. „De Welt noch nit jesinn“ war einer der ersten Songs der Band und bildete an diesem Abend den krönenden Abschluss des Auftritts der Kölner.

Die letzten Programmpunkte an diesem gelungenen Damenabend lieferten die Scharwächter dann selber.

Tanzpaar der Scharwache, Eva Gruppe und Sebastian Plönnes, präsentierten ihrem Publikum den neuen Mariechentanz, der erstmalig mit Kerstin Bartz einstudiert wurde. Traditionell tanzten sie zu Livemusik des Regimentsspielmannszuges „Grün-Weiß“ Lohn unter Leitung von Tambour Thomas Graff. Zudem wurde der Gardetanz der Scharwache aufgeführt, wobei das berühmte „Stippeföttchen“ nicht fehlen durfte. Darüber freuten sich die Damen im Publikum an diesem Abend natürlich ganz Besonders.

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