Damensitzung: Auch die Kölner Karnevalspromis kommen auf ihre Kosten

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Das Tanzpaar Kerstin Sevenheck und Manuel Hauck begeisterte das weibliche Publikum mit seinen tänzerischen Fähigkeiten. Foto: Vanessa Sack

Eschweiler-Weisweiler. Vor der Weisweiler Festhalle stand am Donnerstagabend eine lange Schlange wartender, bunt kostümierter Damen. Ihre Vorfreude konnte man an ihren Gesichtern ablesen, denn die Damen beabsichtigten nur eines: die schönste Jahreszeit mal einen Abend lang ohne Männer zu feiern.

Die Damensitzung der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler lockte wieder mit ihrem Top-Programm – eine Mischung aus eigenen Kräften und den Berühmtheiten des Kölner Karnevals. Auch das ist ein Muss in Weisweiler: Präsidentin Bruni Pchalek eröffnete in ihrem berühmten Mariacron-Kostüm die Sitzung und versprach einen tollen und abwechslungsreichen Abend. Erster Programmpunkt war Juppi Küpper, Mitglied der Narrengarde Dürwiß, der den Saal zusammen mit seinen Tanzmariechen-Puppen zum Beben brachte und als „One-Man-Gardegruppe“ ganz schön ins Schwitzen kam.

Funkenblock in Blau und Weiß

Danach erfolgte der Auftritt des heimischen Funkenblocks, bei dem das Tanzpaar Kerstin Sevenheck und Manuel Hauck sein tänzerisches Können unter Beweis stellte. Prominente Unterstützung erhielt das Weisweiler Korps in diesem Jahr von Bernd Stelter, der mit seiner Gitarre diverse Lieder anstimmte, zu denen das weibliche Publikum lauthals mitsang. Die Lachmuskeln wurden mächtig beansprucht. Zum Dank für seinen Auftritt durfte Bernd Stelter mit Präsidentin Bruni Phalek, die ihn liebevoll „Berni“ nannte, mit einem Mariacron anstoßen – und es gab sogar ein Küsschen für Bernd Stelter.

Auf der Bühne präsentierten sich außerdem die eigenen Aushängeschilder, die Höppe Kroetsch und die Blue Dance Girls, die tänzerische Darbietungen auf höchstem Niveau lieferten und sich trotz mehrerer Zugaben letztlich nicht aus der Puste bringen ließen. Während die Höppe Kroetsch zahlreiche akrobatische Tanzfiguren darboten, begeisterten die Blue Dance Girls mit schönen Kostümen und ausgefallenen Tanzschritten.

Die erste Band, der die Närrinnen zu Füßen lagen, war die Kölner Mundart-Band „Domstürmer“. Bei Liedern wie „Mach dein Ding“ und „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“ bewies das mittlerweile auf den Stühlen stehende Publikum Textsicherheit und brachte den Saal zum Beben. Die Damen wollten die Jungs aus Köln gar nicht mehr gehen lassen und forderten mit „Einer geht noch, einer geht noch rein“ zwei Zugaben. „Seid ihr jetzt völlig wahnsinnig?“ rief Sänger Michael Nauber daraufhin lachend. Schließlich bot sich etwas, das sich so noch nie zugetragen hatte: Die Band holte den gesamten Elferrat von seinen Sitzen auf die Bühne, und Präsidentin Bruni Pchalak tanzte ausgelassen barfuß auf dem Parkett. Die Stimmung war grandios.

Hits mit den Paveiern

Dann kündigten sich dien nächsten Stars an: Die Paveier, die dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern, gaben ein etwa 45-minütiges Konzert. Mit Hits wie „Saach niemols nie“, „Schön ist das Leben“, „Heut brennt mein Inglu“ und vielen anderen eroberten sie die Bühne und brachten die Damenwelt zum Schmelzen. Auch die etwas ruhigeren Töne wie „Heimat es“ bewegten die Herzen des Publikums und luden zum Schunkeln ein.

Einen humorvollen Auftritt bot Annette Esser alias Achnes Kasulke, die zugezogene, letzte Putzfrau vor der Autobahn. Mit Putzkittel, Kopftuch und Wischmopp stellte sie unter Beweis, dass auch eine Putzfrau ein Star sein kann. Ein weiterer Programmpunkt waren auch in diesem Jahr die Inde Beach Boys, die in ihrer Showeinlage ihre muskulösen Körper präsentierten und die Damen zum Jubeln brachten.

Trompetensound zum Finale

Insgesamt wurde an diesem Abend ausgelassen geschunkelt, gelacht, getanzt, geklatscht und laut mitgesungen. Letztlich sorgte auch der Trompetensound „Die Weisweiler“ für gute Stimmung im Saal. Das Korps bildete das krönende Finale einer lebhaften Sitzung voller Highlights.

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