Eschweiler - Damen lassen die Eschweiler Hölle kochen

Damen lassen die Eschweiler Hölle kochen

Von: mah
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Da gab es für die Damen der Roten Funken kein Halten mehr: Zum Abschluss der 1. Mädchensitzung rockte Cat Ballou die Bühne der ausverkauften Delio Arena. Foto: Manuel Hauck

Eschweiler. Die Aufregung, sie war da. Es wurde gefeiert, als die Damengruppe der Rote-Funken-Artillerie ihr 40-jähriges Bestehen bejubelte, das dank Marianne Güldenberg und ihr erstes im Jahr 1976 veranstaltetes Erbsensuppenessen ausschließlich nur für Damen seinen Anfang nahm.

Dass sich trotz langjähriger Erfahrung der beiden heutigen Chefinnen, Leni Dohmen als Moderatorin auf und Silvia Fidalgo als Organisatorin hinter der Bühne, Nervosität bemerkbar machte, war der Wiedergeburt ihres Damenabends geschuldet. Ihren runden Geburtstag nutzten die Damen, sich neu zu erfinden. Und so luden sie zur 1. Mädchensitzung ins Hause Flatten und trafen damit den Nerv der karnevalsjecken Mädchen.

Die Stimmung war gut, bereits als die lebensfrohe Damengruppe die Bühne enterte. Leni Dohmen zollte der Erfinderin Marianne Güldenberg Tribut und bedankte sich für 25 Jahre Leitung des Damenabends. Dies waren Dohmens erste Worte, ehe sie alle Mädchen im Saal begrüßte und ankündigte, dass diese 1. Mädchensitzung zum 40. Geburtstag etwas Neues bieten werde.

Aber nicht alle Männer mussten draußen bleiben: Das Tradtionskorps der Muttergesellschaft, der Rote-Funken-Artillerie, war „staats“ zurecht gemacht und marschierte auf. Funken-Präsident Hubert Deutz gratulierte seinen Damen und forderte Hubert Coppeneur zur Kommandantur auf, der wie geheißen um Musik und Tanz bat. Der Spielmannszug unter Leitung von Willibert Deutschle startete musikalisch ins Programm und überließ zunächst dem Stolz der Gesellschaft, Tanzpaar Shalina Müller und Tim Kothes, sowie Marketenderin Carina Bauer mit ihren Quespels-Jungen die Bühne.

Die Funkentöchter setzten das Programm mit einer souveränen Darbietung fort und folgten der Aufforderung der Kanoniere, mit denen sie einen unterhaltsamen Tanz darboten.

Als die Funken und somit die Männer aus dem Saal verschwunden waren, stieg Waltraud Ehlert als Esther Münch in die Bütt. Das Multitalent aus Bochum zeigte rheinischen Frohsinn und verteilte pausenlos Spitzen an die Männerwelt. Als Putzfrau sorgte sie für eine Lachsalve nach der nächsten und überraschte am Ende ihres Programms, kurzfristig ihrer Arbeitskleidung entledigt, als stimmgewaltige Diva.

Dann musste sie jedoch einem Mann auf der Bühne Platz machen. Hubert Deutz hatte für diesen Abend die außerordentliche Genehmigung, mit durch das Programm zu führen und feuerte zusammen mit den erheiterten Damen die erste Rakete des Abends.

Dass auch Hausgemachtes begeistert, bewies die Damengruppe anschließend mit ihrem tänzerischen Beitrag, einer Rundreise mit einem Mickie-Krause-Double, bei dem ein Schlager den nächsten jagte. Nach diesem Programmpunkt ehrte Deutz die Damen mit dem vergangenen Sessionsorden. Auf Bütt und Tanz folge Musik: Die Jungs von Stabelsjeck heizten den Damen mit Hits kölscher Mundart ein. Das Publikum lieferte einmal mehr den Beweis, dass die Delio Arena nicht umsonst als „Hölle von Eschweiler“ betitelt wird.

Der Stimmung tat auch keinen Abbruch, als die Husarengarde der KG Onjekauchde Röhe mit mehreren mitreißenden Tänzen die Bühne zum Beben brachten. Anerkennende Worte fand Deutz für die vorbildliche Jugendförderung dieses Vereins, die zu der tollen Leistung der zahlreichen Tänzerinnen beiträgt.

Ein prominenter Name erweckte hohe Erwartungen bei dem folgenden Programmpunkt. Die Funky Marys um Bandleaderin Andrea Schönenborn luden nicht nur zum Mitsingen, sondern auch zu Mittanzen ein. Bei ihren Hits wie „Danze“, „Takt“ und „Wenn du denkst“ blieb kein Mädchen sitzen, und die „Hölle“ kochte weiter.

Die Bütt wurde ein zweites Mal freigegeben, als Edgar Andres alias „Ne bonte Pitter“ aus Belgien, ein weiteres Mal die Lachmuskeln der Mädchen strapazierte. Mit großen Schritten näherte sich das Finale, welches die vereinseigene Showtanzgrupppe Can‘t Stop einleitete.

Nach nur drei Jahren zählt diese Formation 26 Tänzerinnen und drei Tänzer, die mit einer starken Leistung zu dem Thema „Auf Dauer hilft nur Frauenpower“ eine Geschichte erzählten. Einige der Tänzerinnen hatten die Ehre, als Glücksfee auserkoren zu werden und zogen die Lose, dank derer sich mehrere Mädchen aus dem Publikum über Gewinne freuten.

Schließlich sollte Cat Ballou die Geburtstagsfeier der Damengruppe gebührend als musikalisches Highlight beenden. Leni Dohmen verkündete um 23 Uhr leidvoll, dass die Jungs sich etwas verspätet haben. Die Chance in der Krise für Dohmen, mit ihrem Präsidenten Deutz ein Tänzchen zu wagen. Die unterhaltsame Darbietung wurde wie der ganze Abend musikalisch begleitet von den Brüdern Holger und René Thülen, beide selbst aktive Funken.

Als Cat Ballou dann den Saal betrat, war kein Halten mehr: Die Kölner Band krönte die erste Mädchensitzung, bei der ausgelassen getanzt und fröhlich mitgesungen wurde. Auch die anfangs aufgeregten Damen der Rote Funken stürmten begeistert die Bühne, als die Kölsch-Rocker unter frenetischem Jubel die Zugabe spielten.

Dohmens abschließende Worte an diesem Abend waren voller Dank und Erwartung, als sie die Mädchen fragte, wer im nächsten Jahr wiederkomme, wenn die bereits angekündigten Bands Kasalla und Domstürmer auf dem Programm stehen. Der Jubel bei der 1. Mädchensitzung war groß und die Antwort auf die Frage war entsprechend eindeutig. Die zweite Auflage kann also kommen.

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