Damen der Narrengarde feiern ohne Wünsche offen zu lassen

Von: zsa
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Bunte Kostüme, flotte Sohlen und tolle Hebefiguren: Die „Rainbow Dancers“ sorgten für Begeisterungsstürme in der Festhalle. Foto: Sandra Ziemons

Doerwiss. „Me fiere va morjens bes am Ovend osere Eischwiele Fastelovend“ – das singen diese Session Prinz René I. und sein Zeremonienmeister Daniel. Nicht morgens, aber immerhin ein wenig später starteten die jecken Damen der KG Narrengarde Dürwiß in ihren bunten Damennachmittag.

Das Programm in der Festhalle Dürwiß ließ keine Wünsche offen und Damenpräsidentin Charlotte Schröteler hatte sich sogar besondere Unterstützung geholt. Schon vor dem offiziellen Start der Sitzung glich der Saal einem Hexenkessel. Der Grund: Das Trompetenkorps „Die Weisweiler“ heizte dem Publikum in der ausverkauften Festhalle gehörig ein.

Schöner hätte da der Empfang für Präsidentin Charlotte Schröteler und ihr Damenkomitee nicht sein können. Begleitet vom Spielmannszug der Narrengarde zog es danach aber nicht nur die Uniformierten auf die Bühne, sondern auch einen laut grölenden Köbes – Narrengarde-Präsident Patrick Nowicki. Er freute sich, „endlich mal auf einer Damensitzung sprechen zu dürfen“. Charlotte Schröteler verwies ihn aber nur halbherzig in die Schranken, denn sie hatte sich Patrick Nowicki tatsächlich als Unterstützung hinzugeholt.

Angriff auf die Lachmuskeln

Als erster Programmpunkt brach das Jugendtanzpaar der Narrengarde, Teresa Getz und Philipp Martinett, mit einem flotten Tanz das Eis. Als nächstes erfreute der Regimentsspielmannszug die Närrinnen mit einem „lecker“ Stippeföttchen.

Eine besondere gemeinsame tänzerische Leistung präsentierten auch die „Rainbow Dancers“ der Narrengarde und die Gardetanzgruppe der KG Onjekauchde Röhe. Nach diesem ersten Augenschmaus erfolgte zugleich der erste Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums: Als „Et Breedmuhl van Bersch“ erzählte Stephanie Bücher vom Urlaub auf Mallorca und ihrem „dreiteiligen Bikini“ bestehend aus „Büstenhalter, Botz und en Perlenkette“.

Im Laufe des Nachmittags gaben sich in der Dürwisser Festhalle die Eigengewächse der Narrengarde die Klinke in die Hand: So verzauberte zunächst die Jugendtanzgruppe mit einem Tanz zum Motto „Oktoberfest“ die bunt kostümierten Damen. Die „Blausteinsee Dreamer“ rissen das Publikum anschließend mit Hits wie „Mambo No. 5“ und „Life is Life“ von den Stühlen.

Im 50er-Jahre-Look brachten die Tänzerinnen der „Red Blops“ eine unterhaltsame Tanzdarbietung auf die Bühne. Und auch humoristisch hat die Dürwisser KG etwas zu bieten: So stieg natürlich Alfred Wings als „Der Lange“ in die Bütt und besang mit „Hier im Netto“ das Dilemma der Ehemänner beim Einkauf mit ihren Frauen im Supermarkt – im Publikum blieb kein Auge trocken.

Die Damentanzgruppe „Brassel & Co.“ holte Bollywood nach Dürwiß und begeisterte mit einem Tanz in indischen Sari-Gewändern. Und obwohl sie eigentlich auf dieser Damensitzung pausieren wollten, gaben Charlotte Schröteler und Eva Ansorge eine kleine Einlage als „Die zwei Zicken“. Nachdem die Jecken im Saal sich nach ausgiebigen Lachern wieder gesammelt hatten, sammelte das Damenkomitee für den Kinderschutzbund Eschweiler.

Weiter ging der wilde Feiermarathon nach einem kurzen Innehalten: Die Damenpräsidentin begrüßte das Prinzengespann auf dem Dürwisser „Traumschiff“. Dem Narrenherrscher und seinem Zerem zu Ehren zeigten die „Rainbow Dancers“ noch mal Tanz und Akrobatik vom Feinsten.

Dafür revanchierten sich René Schönenborn und Daniel Asara mit ihren Prinzenliedern. Weil sein Präsident als Köbes undercover unterwegs sei, lag es anschließend am Narrengarde-Vizepräsident Thorsten Schnitzler, Charlotte Schröteler und ihren Damen den wohlverdienten Dank des Vorstandes für den gelungenen Damennachmittag auszurichten.

Zum Abschluss eines ausgelassenen Damennachmittags kombinierte das Männerballett „Stief Bagaasch“ Tanz und Komik: In pinken Pettycoats und blonden Perücken wirbelten die Tänzer zu fetzigen Rock‘n‘Roll-Tönen übers Parkett.

Als einer dabei das Ziel verfehlte und von der Bühne stürzte, war zunächst der Schock groß. Doch schnell fast unverletzt aufgerappelt, ging das fröhliche Treiben auf der Bühne weiter. So konnten dann auch „Die Kaafsäck“ noch einen Auszug aus ihrem Repertoire zum Besten geben und die jecken Dürwisser Wiever ein letztes Mal für diesen Abend zum Tanzen bringen.

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