Dachstuhl ausgebrannt: Flammen vernichten Hanf-Plantage

Von: rpm
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Um 22:13 Uhr wurde die Feuerwehr Eschweiler zu einem Dachstuhlbrand an der alten Ziegelei gerufen. Hier stand der Dachstuhl bereits voll in Flammen. Darunter befand sich die Hanfplantage. Foto: dmp
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Die Löscharbeiten waren schwierig und dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Foto: dmp
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Erst nach sieben Stunden konnte die Feuerwehr gegen 5 Uhr morgens abrücken. Foto: dmp
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Dichte Rauchwolken über einer Halle an der Alten Ziegelei. Was hier qualmt, sind nicht zuletzt Cannabis-Pflanzen einer Plantage, die der jetzt flüchtige Mieter der Halle dort betrieben hat. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Mit 60 Einsatzkräften bekämpfte die Wehr in der Nacht zum Montag den Brand in einem Gebäude bei Bergrath. Dennoch konnte sie nicht verhindern, dass erheblicher Sachschaden entstand. Und das nicht nur an dem alten Gebäude.

Um 22.11 Uhr am Sonntagabend war der Eigentümer des Hauses, der einen Teil des Anwesens bewohnt, aufgeschreckt, weil seine Hunde anschlugen. Als er nach draußen ging, um nachzusehen, sah er Flammen aus dem Dach des vermieteten Gebäudeteils schlagen und alarmierte die Feuerwehr.

Die ging zunächst von einem Dachstuhlbrand aus, musste vor Ort aber feststellen, dass das gesamte Gebäude in Flammen stand. Die Wehr hatte ihre liebe Not, in das brennende Gebäude einzudringen. Die Fenster des massiv gemauerten, holzverkleideten Gebäudes waren von innen mit Holzplatten vernagelt und mit mehreren Schichten Isolationsmaterial „gesichert“. Die Feuerwehrmänner mussten sich mit Kettensägen einen Weg ins Innere des großen Gebäudes freikämpfen.

Zwischenzeitlich gingen Kollegen von außen mit fünf C-Rohren und einem Wenderohr über die Drehleiter gegen die Flammen vor.

Die richteten nicht nur großen Schaden am Gebäude an, sondern vernichteten auch weite Teile einer Hanfplantage, die der Mieter dort eingerichtet hatte. Mehrere Hunderte Hanfpflanzen warteten in der Halle darauf, geerntet zu werden.

Die Löscharbeiten der Feuerwehr gestalteten sich mehr als schwierig und dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Erst gegen 5.05 Uhr, nach fast sieben Stunden, konnte Einsatzleiter Paul Velten-Christopher seine Männer wieder abrücken lassen.

Den Experten der Kriminalpolizei, die den Tatort zwecks weiterer Ermittlungen übernahmen, gelang es zunächst nicht, sich ein genaues Bild von der Anlage in dem abgelegenen Gemäuer zu machen, das an der Straße Alte Ziegelei nahe dem Bergrather Sportplatz inmitten von Feldern liegt. Der Dachstuhl drohte einzustürzen. Der Mieter und vermutliche Betreiber – ein Mann mittleren Alters, der nicht in Eschweiler gemeldet ist – blieb bis Montagabend  verschwunden. Nach ihm wurde gefahndet. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar.

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