„Dachser-Duathlon“ ist nicht mehr wegzudenken

Von: Andreas Röchter
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Augen zu und durch: Die Athleten zeigten auf der erstmals beim „Dachser-Duathlon“ angebotenen olympischen Kurzdistanz beeindruckende Leistungen. Foto: Andreas Röchter
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Eine Klasse für sich: Jochen Neyrinck ließ auf der olympischen Kurzdistanz der Konkurrenz keine Chance.
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Starker Wettkampf: Achim Quadflieg überquerte die Ziellinie als schnellster Indestädter.

Eschweiler. Es war die erst vierte Auflage des vom Marathon-Club Eschweiler ausgerichteten „Dachser-Duathlons“ am Blausteinsee. Doch schon jetzt ist die Veranstaltung nicht mehr aus dem Terminkalender der Ausdauersportler wegzudenken!

Und da Stillstand gleich Rückschritt ist, dachten sich die Verantwortlichen des MCE im Vorfeld etwas neues aus. Neben der „Volksdistanz“, die 5,4 Kilometer Laufen, 19 Kilometer Radfahren und noch einmal 3,6 Kilometer Laufen vorsah, gingen erstmals auch zahlreiche Athleten über die olympische „Kurzdistanz“ (9 km/38 km/5,4 km) an den Start.

„Wir wollen uns natürlich weiterentwickeln“, erklärte Rennleiter Patrick Thevis den Entschluss, der sich auszahlte. Mit mehr als 450 Meldungen rangiert der „Dachser-Duathlon“ inzwischen hinter einer Veranstaltung in Mettmann auf Platz zwei der NRW-Rangliste. Auch sportlich gab es großartige Leistungen zu bewundern. Über die Kurzdistanz lieferte der Belgier Jochen Neyrinck eine wahre Ein-Mann-Show ab, überquerte die Ziellinie nach 1:50:43 Stunden und distanzierte damit Titelverteidiger Daniel Mannweiler (SSF Bonn) um fast vier Minuten. Dritter wurde Jan Meysmans (DTTA - Belgien) in 1:55 Stunden. Einen ebenfalls hervorragenden Wettkampf absolvierte Achim Quadflieg vom Triathlon-Team Indeland, der mit einer Zeit von 2:02:09 Stunden Rang zwölf der Gesamtwertung belegte und somit bester Indestädter wurde. Bei den Damen war Steffi Jansen von der LG Mönchengladbach (2:09:12 Stunden) nicht zu bezwingen. Sie verwies Kathrin Mannweiler (SSf Bonn) und Vereinskameradin Sandra Fuchs auf die Plätze zwei und drei.

Über die kürzere Volksdistanz wurden auch die Eschweiler Stadt- sowie die Städteregionsmeister ermittelt. Die Indestädterin Gabi Zimmermann trug sich in 1:25:22 Stunden gleich in beide Siegerlisten ein. Bei den Herren wurde Steffen Willms, der für den Brander SV startet, aber in Eschweiler lebt, mit der Zeit von 1:12:28 Stunden Stadtmeister, während sich Tobias Hibbe (Aachener TG), der hinter Lukas Engelbert (TVE Netphen) und Willem Dierckx (CDTG - Belgien) in 1:05:15 Stunden Gesamtdritter wurde, den Titel des Städteregionsmeisters sicherte.

Kein Geringerer als Peter Borsdorff, der Mann mit der Büchse, der mit seiner Initiative „Running for Kids“ in den vergangenen 18 Jahren mehr als 660.000 Euro für Kinder und Eltern in Not sammelte, schickte die Duathleten bei perfekten Bedingungen auf die Strecke rund um den Blausteinsee. Und über die olympische Kurzdistanz machte sich schon kurz nach dem Start ein Läufer aus Belgien auf und davon. Bereits während der ersten Runde der ersten Laufstrecke setzte sich Jochen Neyrinck vom Feld ab. Die ersten neun Laufkilometer spulte er in 30:21 Minuten ab, um seinen Vorsprung auf der Radstrecke, für die 38 Kilometer benötigte er 58:22 Minuten, weiter auszubauen. Die abschließenden 5,4 Kilometer Laufen konnte er somit recht locker angehen. Nach drei weiteren Runden bog er mit großem Vorsprung auf die Zielgerade ein und überquerte die Ziellinie nach 21:12 Minuten.

Titelverteidiger Daniel Mannweiler, der auf der Radstrecke Boden verloren hatte, schob sich durch einen starken Lauf – für die abschließenden 5,4 Kilometer benötigte er lediglich 20:49 Minuten – wieder an Jan Meysmans vorbei auf Platz zwei. Ebenfalls als starker Läufer erwies sich einmal mehr Achim Quadflieg. Der Indestädter lag nach dem ersten Drittel des Wettbewerbs auf Platz acht (33:23 Minuten), musste auf dem Rad (1:04:29 Stunden) aber den ein oder anderen Konkurrenten passieren lassen. Doch der Starter des Triathlon-Teams Indeland hatte noch genügend Treibstoff im Tank für einen starken Schlussspurt (22:48 Minuten), der ihm Rang zwölf einbrachte.

Größere Ausgeglichenheit

Auf der „Volksdistanz“-Strecke machten von Beginn an Tobias Hibbe (Aachener TG) und Lukas Engelbert (TVE Netphen) Druck. Lediglich der Belgier Willem Dierckx hielt auf den ersten Laufkilometern Anschluss. Der Kaiserstädter Tobias Hibbe, der über beide Laufstrecken die schnellsten Zeiten ablieferte, ging als Führender auf die Radstrecke, verlor dort aber entscheidenden Boden, der im letzten Wettkampfdrittel nicht mehr ganz wettzumachen war. So setzte sich die größere Ausgeglichenheit von Lukas Engelbert durch, der schließlich 10 beziehungsweise 39 Sekunden Vorsprung auf Willem Dierckx und Tobias Hibbe ins Ziel rettete. In Sachen Stadtmeisterschaft ging kein Weg an Steffen Willms vorbei, der nach 1:12:28 Stunden (20:55 Minuten; 33:48 Minuten; 16:20 Minuten, hinzu kommen die Zeiten in der Wechselzone) das Ziel erreichte und damit Jürgen Greven (1:15:08 Stunden) sowie Markus Schulte (1:15:47 Stunden) hinter sich ließ.

„Wir haben von allen Startern hervorragenden Sport geboten bekommen“, lobte Karl-Heinz Bremen, Leiter der Dachser-Niederlassung Alsdorf. Auch Bürgermeister Rudi Bertram, der die Stadt- und Städteregionsmeister auszeichnete, zeigte sich beeindruckt: „Wichtig ist, dass bei dieser Veranstaltung viele Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Sport zu treiben.“

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