Eschweiler - Dach des Schützenheims knickt in der Nacht ein

Dach des Schützenheims knickt in der Nacht ein

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
schuetzen3_
Ehrenamtliche Sonntagsarbeit: Die Männer des Technischen Hilswerks stützen die Seitenwände des Schützenheims ab. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Das neue Jahr beginnt für die Germania-Bogenschützen von Pumpe-Stich mit einer Katastrophe: In der Nacht zum Sonntag ist das Dach des Vereinsheims unter der Schneelast eingeknickt. Bis Sonntagmittag waren die Männer des Technischen Hilfswerks damit beschäftigt, die Seitenwände abzustützen. Auch diese drohen nun, unter der Last einzuknicken.

Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden, allerdings bedroht der Einsturz, sollte die Versicherung nicht zahlen, die Existenz des kleinen Vereins. Er zählt derzeit 33 aktive und 15 inaktive Mitglieder.

Ein Nachbar informierte Sonntagmorgen per Telefon den Vereinspräsidenten Michael Kratz: „Da stimmt irgendetwas mit dem Dach des Heims nicht.” Kratz schaute sofort nach und sah die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Das Dach hing in der Mitte deutlich durch. Auch im Inneren des Vereinsheims zeigte sich ein Bild der Verwüstung: Die Decke des älteren Teils hing herunter, die Balken im Dach sind größtenteils geborsten. Lediglich im neuen, aus Stein erbauten Bereich können sich die Schützen noch aufhalten.

Die Männer des Technischen Hilfswerks versuchten nur noch, den Schaden zu begrenzen. Der Verbindungsbalken zwischen altem und neuem Teil des Festsaals wurde mit Stahlstützen verstärkt. Da sich die Holzwände schon nach Außen bogen, mussten auch dort Halterungen angebracht werden. Einige Fenster waren schon gerissen. Stundenlang arbeiteten die Männer mit Zugführer Gordon Sander am Vereinsheim der Germania-Bogenschützen.

Die anwesenden Mitglieder des Vereins waren geschockt. Ungezählte Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben sie in das Vereinsheim gesteckt. „Wir hatten große Pläne und wollten einen Schießstand bauen. Diese müssen wir nun erstmal über den Haufen werfen”, so Michael Kratz. Heute will er die Versicherung kontaktieren. Von deren Entscheidung hängt auch die Zukunft des Vereins ab. „Dass das Dach einstürzt, trifft uns natürlich schwer”, wusste Michael Kratz noch nicht, wie es weitergeht.

Nicht zum ersten Mal wurde das Vereinsheim der Bogenschützen stark beschädigt. Vor einigen Jahren brannte es lichterloh und wurde anschließend wieder nach einer enormen Kraftanstrengung aufgebaut. Auch damals stand der Verein vor dem Aus. Der Holzbau stammt aus dem Jahr 1984, der Anbau aus Stein folgte zehn Jahre später. Erst in 2009 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen mit zahlreichen Gästen.

Die einzig positive Nachricht: Niemand wurde verletzt. Die letzte Veranstaltung im Vereinsheim fand am Donnerstag statt. Wann die nächste folgen wird, steht nach dem Dacheinsturz in den Sternen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert