Eschweiler - Da haben auch die Helfer Spaß: Wenige Einsätze in Eschweiler

Da haben auch die Helfer Spaß: Wenige Einsätze in Eschweiler

Von: rpm
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Die Einmündung Grabenstraße/
Die Einmündung Grabenstraße/Indestraße unmittelbar nach Zugende. Wenige Stunden später waren Eschweilers Innenstadtstraße wieder blank gefegt. Die Männer der Wirtschaftsbetriebe leisteten bis in den späten Abend Schwerstarbeit. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Dass man Eschweilers Straßen nicht mehr ansähe, was da am Montag über sie hinweg gerollt ist, das zu sagen wäre übertrieben. Aber immerhin: Schon wenige Stunden nach dem Ende des Rosenmontagszug präsentierten sich sich dank des tatkräftigen Einsatzes der Männer der Wirtschaftsbetriebe wieder in passablem Zustand.

Befreit von tonnenweise Müll, der großenteils nicht da gelandet war, wo er hingehörte: in den am Zugweg bereitgestellten Containern. Statt die zu nutzen, warfen viele der Jecken auf den Umzugswagen ihre leeren Wurfmaterialverpackungen einfach zwischen den Wagen auf die Straße. Die WBEler werdens schon richten.

Und während die Männer der WBE den Müll einsammelten, saßen die Einsatzleiter von Feuerwehr, Polizei, Stadt und Hilfsorganisationen noch in der Feuerhauptwache am Florianweg, zogen eine erste Bilanz und koordinierten die sich zum Abend hin häufenden Einsätze.

„Aus Sicht der Feuerwehr und Rettungsdienste war es ein rundum gelungener, sonniger Rosenmontag mit sehr disziplinierten Teilnehmern und Besuchern”, resümiert Wehr- und Rettungsdienst-Einsatzleiter Axel Johnen. „Der friedliche Trend von Weiberfastnacht setzte sich fort, es waren kaum Verletzungen nach Schlägereien zu verzeichnen, und es kam auch zu keinerlei Übergriffen auf Einsatzkräfte.”

Bis etwa 15 Uhr hatten Wehr und Hilfsdienste lediglich sechs „Karnevalseinsätze” zu verzeichnen, danach allerdings stieg die Zahl auf 19 Rettungseinssätze an. Im Vorjahr waren es 23. Insgesamt absolvierten die Helfer binnen 24 Stunden 50 Rettungseinsätze, von denen 28 mit Karneval in Zusammenhang standen. Im Vorjahr betrug die Gesamtzahl 49.

Nicht alle, die Hilfe erbaten, mussten auch ins Krankenhaus gebracht werden. In 29 Fällen leisteten die Helfer vor Ort sanitätsdienstliche Hilfe. Im Vorjahr waren es 40 Fälle gewesen, in denen Zugteilnehmer oder -besucher zum Beispiel aufgrund von Kopfschmerzen nach Aspirin fragten oder wund gelaufene Füße nach einem Blasenpflaster lechzten.

Neben rund 60 Feuerwehrkräften standen 70 Einsatzkräfte von Deutschem Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe mit 20 zusätzlichen Rettungsfahrzeugen ständig zur Verfügung, um bei Einsätzen rund um den Zug, aber auch beim „Alltagsgeschäft”, das es ja zusätzlich zu bewältigen galt, sofort eingreifen zu können. Erfreulich: Anders als an den zurückliegenden beiden Rosenmontagen blieb den Wehrleuten diesmal ihre ureigene Aufgabe, das Löschen von Bränden, erspart. Auch technische Hilfeleistungen musste die Wehr diesmal nicht erbringen. Die einzige Anforderung kam um 16.22 Uhr aus der Moltkestraße, stellte sich dann allerdings als Fehlalarm heraus.

Erstmalig hatten die Verantwortlichen in diesem Jahr neben dem operativen Einsatzstab, der das gesamte Einsatzgeschehen von Wehr und Hilfsorganisationen im und am Rosenmontagszug koordiniert, in der Feuerwache den Einsatzstab „Rosenmontag” eingerichtet, der die Arbeit von Sicherheitsdiensten (Polizei, Security, Ordnungsamt), Reinigungskräften sowie Karnevalskomitee und -gesellschaften unterstützte. „Eine Beruhigung des Einsatzgeschehens trat gegen 1 Uhr früh ein”, so Axel Johnen.
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