Da einkaufen, wo Sparlampen Licht bringen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
einzelhandel_bu
Einkaufen mit gutem Gewissen: Die Zukunft des Einzelhandels muss eine nachhaltige Zukunft sein. Das haben Schüler des Berufskollegs in einer Umfrage in Eschweiler herausgefunden. Foto: Sarah Maria Berners

Eschweiler. Die Natur ist ein kostbares Gut - die Reaktorexplosion in Japan hat das einmal mehr deutlich gemacht. Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, das dieser Tage häufig fällt.

Auch der Einzelhandel hat das Prinzip längst für sich entdeckt - Energiesparlampen werden angebracht, fair gehandelte Produkte und Bio-Waren in die Regale gefüllt.

Von Kinderarbeit und Ausbeutung distanzieren sich viele Firmen. Aber was ist Nachhaltigkeit eigentlich? „Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Bedürfnisse so erfüllt werden, dass auch die nachfolgenden Generationen gute ökologische, ökonomische und soziale Voraussetzungen finden”, sagt Sonja Jansen.

„Die Kunden wollen keinen Raubbau und keine schlechten Arbeitsbedingungen. Die Menschen wollen Nachhaltigkeit und fordern sie von den Unternehmen”, sagt Sonja Jansen, die gemeinsam mit ihren Mitschülern des Berufskollegs ein umfangreiches Projekt zum Thema „Nachhaltigkeit im Einzelhandel” gestartet hat. „Die Firmen kommen diesem Wunsch nach, um ihren wirtschaftlichen Erfolg zu stärken.”

Nachhaltigkeit im Einzelhandel ist längst nicht nur Idealismus. Das haben die Schüler, die bald selbst im Einzelhandel tätig sein werden, sofort erkannt. Sie haben sich intensiv mit den „Grün- und Sozialstrategien” großer Discounter, Vollsortimenter und kleiner Einzelhändler befasst.

Sie haben unter die Lupe genommen, wie die Anbieter bei ihren Kunden mit ihrem Engagement für die Nachhaltigkeit werben. Die einen stellen ihr soziales Engagement in den Fokus der Werbekampagnen, die anderen präsentieren sich als klimafreundlich, wieder andere vereinen beides.

Die Schüler haben in einer Umfrage in der Fußgängerzone aber auch genau hingeschaut, was die Kunden wollen - und ob sie bereit sind, mehr zu zahlen, wenn eine Firma ihren moralischen, ethischen und sozialen Ansprüchen genügt.

Das Ergebniss: Die Ansprüche sind hoch, die Geldbeutel begrenzt. „Die Bereitschaft mehr zu zahlen ist tendenziell gering”, hält eine Schülerin die Ergebnisse fest. Immerhin die Hälfte der Befragten gibt aber an, sich den Mehrwert auch etwas kosten zu lassen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert