Eschweiler - Comedian und Zauberer Martin Sierp auf der Bühne des Talbahnhofs

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Comedian und Zauberer Martin Sierp auf der Bühne des Talbahnhofs

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
Martin Sierp
Zeigte sich auch im Talbahnhof absolut gnadenlos: Martin Sierp als zauberhafter „Fürst der Finsternis“, der sich lediglich von Klaus Kinski einst beißen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Für seine Söhne ist Martin Sierp schlicht und einfach der beste Entertainer der Welt. Schließlich hat er ihnen dies oft genug mitgeteilt. Auf der Bühne des Talbahnhofs wurde der Berliner diesem im Grunde bescheidenen Anspruch jetzt aber definitiv und absolut gerecht.

Wobei der Comedian und Zauberer vorsichtshalber auf „Nummer sicher“ ging: „Ist es nicht lustig, ist es Zauberei!“, teilte der Verwandlungskünstler seinen Zusehern und -hörern mit. Und ließ eben diese an seinem Programm „Zum Anbeißen“ im wahrsten Sinne des Wortes und mehr oder weniger freiwillig aus nächster Nähe teilhaben.

Spektakuläre Selbstbefreiung

Nach seiner spektakulären Selbstbefreiung aus einer Jacke, die teilweise unter Wasser(tropfen) im „Tunnel des Terrors“ mit Hilfe der „Tüte des Todes“ stattfand, betrat kein geringer als Modeschöpfer „König Karl“ die Bühne, lüftete zunächst das Geheimnis der Abkürzung „Mode“ (Männer opfern die Ersparnisse), um unmittelbar darauf einen Gast glücklich zu machen, indem er aus dessen Jacke mit Hilfe einer Kippe einen „Smoking“ herbeizauberte und diese Kreation geradezu substanziell gehaltvoll ausdrucksstark „Hole-in-one“ taufte. Auch einen abschließenden Tipp für sein Opfer hielt der Modezar parat: „Tragen Sie die Jacke einfach ohne Hose, dann wird kein Mensch mehr auf die Jacke achten!“

Der zweite Teil der Show stand dann ganz im Zeichen des „Fürsten der Finsternis“: Der Herrscher der Vampire zeigte sich einmal mehr gnadenlos, was nicht zuletzt die Zuschauer in der ersten Reihe „ausbaden“ mussten.

„Flederphon“ und „Echoortung“

„Bei meiner Aussprache ist das Wort ‚Eschweiler‘ eine ganz besondere Herausforderung“, so der lispelnde und (pieps-)stimmgewaltige Blutsauger, der sich lediglich von Klaus Kinski einst selbst beißen lassen musste und bahnbrechende Weisheiten in sein „Flederphon“ sprach: „Was macht ein Clown im Büro? Faxen!“ Unter dem Motto „Spontanität will wohlüberlegt sein“ widmete sich der Fürst, der glaubhaft versicherte, „applaustechnisch“ sehr wohl Begeisterung von Mitleid unterscheiden zu können, dann zunächst seinem Spezialgebiet „Echoortung“, bei dem er sämtliche Fledermäuse dieses Planeten alt aussehen lässt, bevor er seinen „Harry-Potter-Zauberkasten“ hervorkramte und sein Lieblingsgetränk in fremden Taschen verschwinden ließ.

Mitreißender Appell

Mit einem mitreißenden Appell an die Menschheit verabschiedete sich Martin Sierp schließlich standesgemäß: „Geht Blutspenden!“, so seine Aufforderung. Und das Fazit? Martin Sierps Söhne haben Recht! Wobei zu beachten ist, dass der ältere der Beiden in Sachen Computertechnik nach eigener Einschätzung alles andere als ein Klugscheißer, sondern lediglich ein Besserwisser ist.

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