Clubs am Blausteinsee abgedrängt?

Von: jrd
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Ein Publikumsmagnet: der Blausteinsee. Foto: dpa

Eschweiler. Der Bebauungsplan für das Seekonzept wurde geändert, aber zufrieden sind viel noch nicht damit: Zusätzlich zum Hotel soll es bekanntlich eine dreigeschossige Appartementergänzung geben, die über eine Brücke mit dem Hotelgebäude verbunden wird.

Bei einer Bürgerversammlung der CDU meldeten Vertreter der ansässigen Wassersportvereine sowie einzelne Bürger Bedenken gegen das Vorhaben an.

Neben der ohnehin vorhandenen Eingrenzung durch die Naturschutzgebiete am See befürchten die an der Seebühne ansässigen Vereine eine regelrechte Abdrängung durch eine angeblich immer weitläufiger geplante Hotelanlage: Vertreter von DLRG, Segel-, Tauch-, Surf- und Kanuclub betonten unisono die Wichtigkeit von Parkplätzen direkt am Ufer, um Material transportieren zu können. Auch Abstellmöglichkeiten, Umkleideräume und ein Seezugang über einen Steg mit Einstieg seien wichtig. Mit einer Hotelanlage, fürchten sie, wäre dafür aber nicht genügend Platz.

Ein weiterer wichtiger Punkt war, besonders für die Segler, die „Beeinflussung der natürlichen Sonnen- und Windverhältnisse” durch die geplante Bebauung.

Was sich die Eschweiler und insbesondere die Dürwisser Bürger wünschen, sei der Erhalt des öffentlichen Naherholungsgebietes: Eine Hotelanlage in privater Trägerschaft, so betont die CDU, schränke die Bade- und Freizeitmöglichkeiten für die ansässigen Bürger massiv ein. Durch die Brücke zwischen Hotel und Appartementergänzung würde optisch eine Torsituation entstehen, die aber zugleich einziger Zugang zum öffentlichen Bereich ist.

Sportler wie Bürger sehen in einem solchen „Tor” eine große Hemmschwelle. Heinz Rehahn von der Blausteinsee-GmbH versicherte hingegen, dass die öffentliche Zugänglichkeit gewährleistet bleibe.

Damit diese Bedenken alle berücksichtigt werden können, möchte die CDU einen vorzeitigen Baubeginn vor dem geplanten Termin im Herbst verhindern. Dabei betonen sie, die Bebauung solle nicht gebremst, sondern optimiert werden.

Zunächst werden sie nun ein Fazit mit den genannten Bedenken formulieren und dieses den Architekten vorlegen. Gemeinsam soll dann nach Lösungen gesucht werden.
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