Christdemokraten fordern Urnenstelen in der Indestadt

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Eine Urnenstele wie diese in A
Eine Urnenstele wie diese in Aldenhoven möchten Bernd Schmitz (links) und Thomas Graff auch bald in Eschweiler sehen.

Eschweiler. Wo sind die Urnenstelen in Eschweiler? Diese Frage stellten sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Schmitz und sein Stellvertreter Thomas Graff bei der Besichtigung des Friedhofes in Aldenhoven.

„Viele Städte bieten diese Bestattungsform schon lange an, so wie in Aldenhoven seit den 90er Jahren”, sagt Bernd Schmitz. „Wir haben diese Bestattungsform bereits mit Schreiben vom 9. November 2009 für Eschweiler gefordert”, berichtet Thomas Graff. Und er ergänzt: „Viel geschehen ist bis jetzt nicht.”

Dabei sei die Einrichtung von Urnenstelen auf dem Waldfriedhof Pumpe-Stich im Arbeitskreis Friedhöfe längst beschlossen worden. Auch Haushaltsmittel seien bereitgestellt. „Für 15.000 Euro sollte eine Anlage mit etwa 15 bis 20 Urnennischen erstellt werden. Die Verwaltung verschleppt unseren Antrag mit immer neuen Ausreden”, sagt Bernd Schmitz.

Immer wieder werde aus der Bürgerschaft der Wunsch nach alternativen Bestattungsarten geäußert. Weitere Argumente der Christdemokraten: Viele junge Menschen besuchen nur noch selten Friedhöfe und stehen auch nicht in der Pflicht, für die bestatteten Angehörigen Grabpflege zu leisten. Alte Menschen haben keine Angehörigen im nahen Umfeld, die die Pflege der Grabstätte übernehmen können oder wollen. Viele Familien mit Migrationshintergrund, die aus religiösen oder kulturellen Gründen andere Bestattungsriten erfüllen wollen, beerdigen ihre Angehörigen in ihrem Heimatland. Die Fläche des Friedhofs in St. Jöris, die für Bestattungsformen der Muslime eingerichtet wurde, wurde bisher so gut wie nicht genutzt.

Weiterhin fordert die CDU, Friedhofsflächen, die in Zukunft ungenutzt bleiben werden, wie die auf dem Friedhof in Nothberg, in ein Baugebiet umzuwandeln, zumal gerade in Nothberg nur noch wenig Entwicklungspotenzial vorhanden sei. „Hier verspricht man uns seit Jahren den Entwurf eines Bebauungsplanes”, sagt Bernd Schmitz.

„Dass die Verwaltung keine gesicherte Statistik über die Bestattungen in Eschweiler vorlegen kann, stimmt einen schon sehr nachdenklich, wenn man bedenkt, dass wir bis zum 31. Dezember für Eschweiler eine neue Gebührenordnung für das Bestattungswesen beschließen müssen”, so Bernd Schmitz weiter. „Wir werden dies alles nach den Ferien im Arbeitskreis Friedhöfe hinterfragen und darauf drängen, dass unser Antrag endlich umgesetzt wird”.
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