Eschweiler - „Chong Yong” schult seit zwei Jahrzehnten Geist und Körper

„Chong Yong” schult seit zwei Jahrzehnten Geist und Körper

Von: anka
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Bei der Gala der Kampfkunstschule „Chong Yong” in Kinzweiler entführten die Schüler ihre Gäste nach Asien. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Als sich vor 20 Jahren die Kampfsportschule „Chong Yong” in der Indestadt gründete, war die koreanische Kampfkunst wenig populär. Vielmehr mussten ihre wenige Anhänger damals gegen Vorurteile angehen. Doch für Josef Römers als Gründer stand fest, diese Art der Selbstverteidigung auch in der Indestadt zu etablieren.

Inzwischen ist der Verein auf 200 Mitglieder gewachsen - Tendenz steigend.

Was die Kampfsportschule „Chong Yong” in all den zwei Jahrzehnten auf die Beine gestellt hat und wie erfolgreich sie ihre jungen Sprösslinge im Taekwondo, Hapkido, in der Kumdo-Schwertkunst und im Tae-Bo ausbildet, bekamen am Sonntagnachmittag die zahlreichen Besucher anlässlich der Jubiläumsgala in der Kinzweiler Festhalle zu sehen.

„Erst nach langen Überlegungen habe ich mich 1990 dazu entschlossen, die Kampfsportschule zu gründen”, blickte Josef Römers in einer kurzen Ansprache auf die Vereinsgeschichte. Während anfänglich nur Taekwondo trainiert wurde, wuchs die Angebotspalette 1994 nach einem Besuch des Kampfkunstlehrers in Südkorea auf Hapkido und der Schwerkunst heran, sodass fünf Jahre später der Umzug nach Dürwiß in die passenden Räumlichkeiten stattfand. Seit einiger Zeit bietet „Chong Yong” ebenso das Fitnessprogramm Tae-Bo an. „Neben dem Muskeltraining ist es uns sehr wichtig, den Geist zu trainieren”, zielte Josef Römers auf die Leitsätze des Vereins.

Gaby Römers, die durch das weitere Programm der Gala führte, dankte nicht nur den vielen Förderern, sondern begrüßte auch die zahlreichen Ehrengäste, darunter den Bürgermeister Rudi Bertram.

Den Anfang des bunten Programms machten die Taekwondo- Kids, die mit ihren beeindruckenden Techniken das Publikum begeisterten. Wie hart ein Kampfsportler für seinen Erfolg trainieren muss, bewiesen anschließend Marcus und Nicole Ketteniss. Als mehrfache Deutsche und Europameister sowie WM-Teilnehmer zeigten die beiden Gäste anhand von Poomsaen ihr Können. Begleitet von den togolesischen Trommelrythmen des Kampfleiters Komi Agbop Letou, gingen die Hapkido-Kids in die Zweikämpfe.

Der Meister selbst, Josef Römers, verzauberte mit der Taebo-Gruppe die Besucher mit einem Piratentanz, bevor der Bauchredner Michael Walta für Lachtränen sorgte. In die Welt des Hapkidos entführten die Erwachsenen des Vereins, darunter Sebastian Teßarek und Kai Schiefer mit einer speziellen Akrobatik, nachdem das aus Solingen angereiste Team um Charls Müller Techniken des Kung Fu präsentiert hatte.

Josef Römers, Bettina Wagner und Alexander Bexter wagten sich anschließend in einen Kampf mit Bambusschwertern, bevor Udo Kasper und Thomas Brysch eine Schwert-Poomsae vorführten und einige Schüler mit einem Theaterstück in Form von Kampfkunst an die Aufführung „San der Berg” aus dem Jahre 2007 erinnerten.
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