Chinesischer Staatscircus: Von Eschweiler auf nach Monte Carlo

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
6690638.jpg
Balanceakte auf „kibbeligen“ Stühlen gehören ebenso zum Programm wie Jonglagen, Gruppen-Akrobatik, Fahrrad-Artistik und das Balancieren eines guten Dutzends Sitzbänke auf der Stirn. Im Mittelpunkt des Geschehens: die junge Mei-Li. Foto: Rudolf Müller
6690651.jpg
Balanceakte auf „kibbeligen“ Stühlen gehören ebenso zum Programm wie Jonglagen, Gruppen-Akrobatik, Fahrrad-Artistik und das Balancieren eines guten Dutzends Sitzbänke auf der Stirn. Im Mittelpunkt des Geschehens: die junge Mei-Li. Foto: Rudolf Müller
6690647.jpg
Balanceakte auf „kibbeligen“ Stühlen gehören ebenso zum Programm wie Jonglagen, Gruppen-Akrobatik, Fahrrad-Artistik und das Balancieren eines guten Dutzends Sitzbänke auf der Stirn. Im Mittelpunkt des Geschehens: die junge Mei-Li. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Seit dem 14. November waren sie in Köln zu Gast. Und tausende Domstädter strömten in das Zelt am Südstadion, in dem die Artisten des Chinesischen Staatscircus‘ ihre Künste zeigen, die alles andere als durchschnittliche Zirkuskost sind. Die Folge: Das Interesse war so groß, dass der Circus sein Gastspiel am Rhein verlängerte.

 In der Nacht zum Montag nun brach die Circuscrew, seit Jahzehnten in den Metropolen dieser Erde zu Gast, ihre Zelt in Köln ab. Um sie jetzt in Eschweiler wieder aufzubauen. Mitten in der Stadt, mitten auf dem Marktplatz.

Um dies zu ermöglichen, weichen die Circusleute mit ihren Material- und sonstigen Wagen auf den Drieschplatz aus. Von hier aus wird der Marktplatz mit dem nötigen Material „beliefert“. Ein Marktplatz, der die Crew vor ungewohnte Herausforderungen stellt: Kein anderer Spielort des Staatscircus‘ weist ein so starkes Gefälle auf, das den Artisten und Akrobaten so manchen, nicht ungefährlichen Strich durch die sorgsam ausbalancierte Rechnung machen könnte.

Ein Gefälle, das hundertprozentig ausgeglichen werden muss. Und das gilt nicht nur für die Bühne, sondern auch für die Sitzränge: Statt der üblichen Tribünen wird in Eschweiler eigens eine bequeme, erhöhte Theaterbestuhlung mit Einzelsitzen im angenehm beheizten Pagodenzelt installiert.

Für das Team um Tourmanager Ron Feenstra und Produktionsleitzer Zhang Zhang bedeutet dies ebenso wie für den Veranstalter, Eschweilers Kulturmanager Max Krieger, eine Menge zusätzlicher Vorbereitungsarbeit. Im kommenden Jahr, wenn der Staatscircus wie versprochen wiederkommt, ist dies alles bereits Routine.

16 Millionen Besucher weltweit

Bis dahin aber haben die Künstler des Staatsscircus‘ noch einiges auf dem Kalender stehen: Im kommenden Jahr ist der Circus von Prinzessin Stéphanie und Fürst Albert von Monaco ins Fürstentum an der Côte d‘Azur eingeladen. Im Chapiteau Espace Fontvieille, dem fürstlichen Zirkuszelt direkt am Meer, in dem unter der Leitung der Prinzessin auch das jährliche Internationale Zirkusfestival stattfindet, sollen die chinesischen Weltstars ihre „Mei-Li“-Show zeigen. Fest steht, dass die Besucher des Pagodenzelts, das am Donnerstag erstmals in Eschweiler seine Vorhänge öffnet, mit „Mei-Li“ ein ebenso außergewöhnliches wie erstklassiges Programm geboten bekommen.

Mit Künstlern, die schon jetzt zahlreiche internationale Preise gewonnen haben. Ganz in der Tradition der klassischen chinesischen Artistikkunst besteht das Programm vor allem aus Akrobatiknummern, die aus der Peking-Oper und von chinesischen Kampfkünsten abgeleitet sind. Vorführungen, die bis heute bereits mehr als 16 Millionen Menschen weltweit verzaubert haben. In der märchenhaft-faszinierenden Schau von zweimal 50 Minuten geht es um das Mädchen Mei-Li und dessen Traum vom Erfolg. Eine Geschichte, die zeigt, dass man alles erreichen kann – wenn man sich genug bemüht.

35 Artisten garantieren in der Inszenierung dieser wahren Geschichte aus den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts immer neue Überraschungen, von farbigen Scheinwerfern in Szene gesetzt und von der eigens für die Show komponierten Musik getragen.

Noch sind Karten zu haben

Gezeigt wird die Schau am Donnerstag und Freitag jeweils um 16 und 20 Uhr, am Samstag ausschließlich um 16 Uhr sowie am Sonntag um 11 und 15 Uhr. Noch gibt es für alle Vorstellungen Tickets: sowohl im Vorverkauf in den bekannten Vorverkaufsstellen wie der Buchhandlung Librodrom an der Marienstraße bis zum 7. Dezember als auch an der Zirkuskasse auf dem Marktplatz ab heute täglich von 12 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 15 Uhr. Telefonisch zu erreichen ist der Circus unter 0176/72279779.

Das Parkhaus am City-Center (Zufahrt von der Peilsgasse her) ist übrigens vom 5. bis 8. Dezember jeweils bis 24 Uhr geöffnet.

Am Samstagabend gehört das große Pagodenzelt ganz anderen Künstlern: Dann feiert die Indestadt dort ihre 1. Eschweiler Weihnachtsgala. Mit über 100 Mitwirkenden, mit heiteren wie ernsteren Vorträgen und viel Musik: Dafür sorgen u.a. die Original Eschweiler, die Kröetsch, die Renew-Brassband und Tenor Cristian Lanza.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert