Eschweiler - Chinesische Delegation aus Zengzhou stellt Projekt vor

Chinesische Delegation aus Zengzhou stellt Projekt vor

Von: jw
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Die Delegierten von Zhengzhou waren zu Besuch in Eschweiler, um mit Rudi Bertram und dem Förderverein GPB über den Blockzug zu sprechen, der eine Güterverbindung zwischen China und Deutschland herstellt. Foto: Jacqueline Winkler

Eschweiler. Unter dem Motto „Wirtschaftsbeziehungen Europa- China“ trafen sich Rudi Bertram, der Europaverein GPB unter der Leitung von Peter Schöner und eine Delegation aus Zhengzhou, China. Diese Delegation ist in Deutschland zu Besuch um ihre Blockzugverbindung vorzustellen.

Diese Blockzüge transportieren Schüttgüter, wie z.B. Kies oder Chemikalien, oder sie werden für den Transport von Autos genutzt. Blockzugverbindungen bestehen derzeit zu Duisburg und Hamburg, das Netz soll jedoch weiter ausgedehnt werden.

Rudi Bertram stellte zunächst die Stadt Eschweiler vor und erwähnte neben den Informationen zum Dreiländereck und zur Einwohnerzahl auch, dass hier Braunkohle abgebaut wird. Außerdem erwähnte er, dass die Gesellschaft einer großen Herausforderung ausgesetzt ist, diese aber meistert. Denn in Eschweiler wohnen zum Beispiel über 100 verschiedene Nationen. Außerdem steht der Städteregion ein Strukturwandel in den nächsten 20 Jahren ins Haus. Die Delegierten der Stadt Zhengzhou haben sich Eschweiler nicht zufällig ausgewählt. Sie sprachen von großen Ähnlichkeiten zwischen Eschweiler und ihrer Provinz.

Zhengzhou ist die Hauptstadt der Provinz Henan und hat fast 9 Millionen Einwohner. Sie ist eine Universitätsstadt und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Mittelostchina. Zhengzhou ist der größte Passagier- und Güterumschlagplatz Chinas und diese Strecke geht bis nach Rotterdam in den Niederlanden. Nicht nur der weltweit größter Bushersteller, Yutung, sondern auch die Nissan-Werke haben dort ihren Sitz.

Der Grund, der die Delegierten zum Besuch in Deutschland veranlasste, ist für sie sehr wichtig, denn es gehen zwar viele Waren nach Deutschland, jedoch kommen nicht allzu viele Waren zurück nach China. Zudem wollen sie sich auch in Westdeutschland etablieren. Die Delegierten erzählten auch davon, dass sie sogar deutsches Bier dort kaufen können, denn einige Einzelhändler haben dort ihren Sitz und auch eine deutsche Großhandelskette ist dort ansässig. Vor allem aber werden über den Blockzug Fleisch und Autos transportiert.

Bürgermeister Rudi Bertram hatte einen sehr zufriedenstellenden Vorschlag für beide Seiten, denn er will den Kontakt zum Wirtschaftsminister NRW herstellen und mit ihm über diesen Blockzug reden.

Zudem stellte er auch fest, dass dieses Unterfangen nicht mit einzelnen Unternehmen zu bewältigen ist, sondern nur ein Verbund von vielen, von Logistikunternehmen, sowie von Warenhändlern, möglich ist. Denn der Blockzug ist eine gute Alternative zum Wasserweg, er braucht nur zwölf Tage und auch die Fahrtkosten sind nur minimal teurer als die des Wasserweges. Und ab dem kommenden Jahr soll statt drei Mal die Woche jeden Tag ein Blockzug aus China abfahren.

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