„Charity op Kölsch“: Für guten Zweck feiern alle mit

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Besuch in der Kinderkrebsstation des Klinikums: die Fronhovener Karnevalsfreunde spendeten 3000 Euro – Erlös ihrer ersten „Charity op Kölsch“.

Fronhoven. „Jeden Donnerstag pünktlich um 5 nach 8 sitzen wir hier bei Theo an der Theke, heute sind wir froh, dass wir nicht nur zu Fünft hier stehen.“ Mit diesen Worten eröffnete Jürgen Schnitzler die „Charity op Kölsch“ im Festzelt des Gasthof Rinkens. Er steht mit seinen Kumpanen vom 1. FKF mitten im prall gefüllten Zelt.

Viele Neugierige haben den Weg nach Fronhoven auf sich genommen, um bei der ersten Charity op Kölsch dabei zu sein. FKF steht für Fronhovener Karnevalsfreunde und besteht aus fünf Mitgliedern. Jürgen Schnitzler, Michael Krahe, Helmut Mürkens, Theo Rinkens und Max Rinkens. Diese Fünf treffen sich seit eineinhalb Jahren (fast) jeden Donnerstag zum Stammtisch bei Rinkens an der Theke. „Da wir alle Karnevalsjeck sind, kamen wir auf den Namen FKF“, erklärt Helmut Mürkens.

Die besten Ideen entstehen immer noch an der Theke, und so wurde auch der Grundstein zur Charity op Kölsch gelegt. „Einerseits stand natürlich die gute Laune im Vordergrund, andererseits wollten wir auch etwas gutes tun. Deshalb haben wir keinen Eintritt genommen, stattdessen haben wir fleißig zum Spenden aufgerufen. Wir haben für die Kinder der Kinderonkologie des Klinikums Aachen gesammelt“, betonen doe FKF. Stationsleiterin Hahn erklärte den Anwesenden, warum das Geld so dringend benötigt wird.

Die erste Amtshandlung während der Charity war die Begrüßung des neuen Stammtischmitglieds Uwe Reisgen wurden Schirmmütze, Krawatte und Schal überreicht. Anschließend spielte die Saalkapelle Frohsinn Lohn noch einen Marsch, und das eigentliche Programm startete. Den Anfang machte Klaus Klaes mit seiner Stimme und Gitarre. Er sang Ostermann-Lieder und das ganze Zelt sang mit.

„Als nächstes haben wir für euch etwas ganz Besonderes. Die Jungs haben extra für heute Abend ein neues Programm...“, weiter kam Max nicht. Denn da kam Theo kopfschüttelnd auf ihn zu und flüsterte ihm etwas ins Ohr.

Ein Überraschungsbesuch der KG Ulk Oberrötgen stand an. Präsident Heinz-Michael Raby hatte kurz zuvor angerufen und angekündigt, dass er mit seiner „kleinen Truppe kurz vorbeischaue“

Dass die kleine Truppe ein ganzer Bus voll war, damit hatte niemand gerechnet. Die KG Ulk zeigte dann mal, was in ein kleines Zelt alles reinpassen kann, denn von der eigenen Kapelle über das Kindertanzmariechen, die Showtanzgruppe, bis hin zum Uniformiertentanz zeigten die Oberrötgener, was sie können.

Anschließend präsentierten dann die Indesingers unter der Leitung von Guido Kuth ihr exklusives „Weihnachtsprogramm“. Auch wenn es ganz andere Töne waren, als man sie normalerweise von den Indesingers gewohnt ist, so war die Begeisterung für die ruhigen Balladen nicht zu übersehen.

„Wir können euch einen ersten Zwischenstand des Spendentopfes verkünden“, rief Michael Krahe. „Wir haben soeben die 1500-Euro- Marke überschritten!“

Als nächstes spielten die Jungs und Mädels von Frohsinn Lohn Alfred Wings alias Der Lange auf die Bühne. „Eine Wahnsinns-Atmosphäre ist das hier“, lobte der. Auch Frohsinn Lohn zeigte jetzt, dass sie Weihnachtslieder für diesen Abend geprobt haben und gaben den Jingle Bells Rock zum Besten.

Anschließend wurde es nochmal eng im Zelt. Die Weisweiler Fanfarentrompeter unter der Leitung von Dietmar Krauthausen brachten die Stimmung auf ihren nächsten Höhepunkt.

„Das war es mit der Show. Aber diese Nacht ist noch lange nicht zu Ende! Willkommen auf der After-Show-Party“, mit diesen Worten beendete Max das offizielle Programm und DJones legt direkt los. Die Party ging noch bis in die frühen Morgenstunden und Helmut, Michael, Jürgen, Theo und Max waren hochzufrieden, wie der Abend gelaufen ist.

In den anschließenden Tagen wurde Bilanz gezogen und was dabei herauskam hat allen die Sprache verschlagen. 3000 Euro für den guten Zweck sind rumgekommen.

Weniger Tage später waren die Karnevalsfreunde in Klinikum Aachen auf der Kinderkrebsstation, um die Spenden zu übergeben. „Damit hatten wir nicht gerechnet!“, staunt die Stationsleitung und die Leitung des Fördervereins nicht schlecht. Durch „Kleinigkeiten“ wie Bettwäsche mit beliebtzen Kinder-Comic-Motiven macht man den Kindern schon eine große Freude.

„Wir sind uns sicher, dass das Geld hier dringend benötigt wird, damit die Kinder hier bestmöglich versorgt werden können“, meint Theo „Vor allem da der Förderverein derzeit das Gehalt von zwei Krankenschwestern trägt, damit die persönliche Betreuung erbracht werden kann.“

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