CDU: Pia Dondorf gibt Amt als Vorsitzende ab

Von: jlm
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Die Vorstandsriege der CDU Dürwiß: v.l. Jürgen Wings (Beisitzer), Wilfried Berndt (stv. Vorsitzender), Mark Pützer (Beisitzer), Markus Zander (stv. Geschäftsführer) , Pia Dondorf (Geschäftsführerin), Michael Zimmermann (Beisitzer), Hans-Josef Berndt (Vorsitzender), Catarina Dos Santos (Beisitzerin), Brigitte Kruber-Barlé (stv. Vorsitzende), Walther Krawczyk (Beisitzer) und Sascha Wallner (Internetbeauftragter). Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Ich habe wirklich eine tolle Mannschaft gehabt“, erklärte Pia Dondorf rückblickend, als sie anlässlich der Mitgliederversammlung der CDU in der Reiterklause auf der Grünstraße ihr Amt als Vorsitzende an Hans-Josef Berndt übergab.

Zuvor blickte sie jedoch noch einmal auf die Jahre 2013 und 2014 zurück, welche von Wahlkämpfen geprägt waren. Von Informationsveranstaltungen zum Thema „Einbruch- und Brandschutz“, dem „Dürwißer Dialog“ über die Entwicklung des Ortes, bis hin zum traditionellen Printenkegeln, der Verteilung der Neujahrsflyer durch den Vorstand, einer historischen Rundfahrt mit dem Fahrrad zur Fastenzeit, oder auch dem Germania Volkslauf.

„Unser Ortsverband ist sehr aktiv“, weiß Pia Dondorf. Das sei aber nur möglich, weil alle Vorstandsmitglieder sich so gut einbinden würden. „Wir hatten immer ein gutes Miteinander“, fasst sie zusammen. Sie habe schöne und positive Momente aber auch menschliche Enttäuschungen erlebt – „man erfährt Grenzen“, weiß sie heute. Der Kontakt und die Nähe zu Mitgliedern und Bürgern seien ihr aber stets wichtig gewesen.

Die Vorstandsneuwahl wurde von Dr. Jan Breitfuß geleitet. Neuer Vorsitzender wurde Hans-Josef Berndt, stellvertretende Vorsitzende blieben Wilfried Berndt und Brigitte Kruber-Barlé, Geschäftsführer wurden Pia Dondorf und Markus Zander (Stellvertreter), Internetbeauftragter Sascha Wallner, Beisitzer Freddy Erken, Mark Pützer, Jürgen Wings, Michael Zimmermann, Walther Krawczyk und Catarina Dos Santos. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt – „ein tolles Bekenntnis für den neuen Vorstand“, lobt Dr. Jan Breitfuß.

Hans-Josef Berndt warnte alle Mitglieder auch gleich einmal vor. Er komme vom Sportplatz, zwei Herzen würden in seiner Brust schlagen, einmal für den Germania Dürwiß und einmal für den SCB Laurenzberg. Daher entschuldigte er sich auch gleich schon für seinen „Sportplatzslang“, so der neue Vorsitzende, was ihm jedoch niemand übel zu nehmen schien. Sein Ziel sei es, die sehr gute Arbeit seiner Amtsvorgängerin fortzuführen. Daher sei er besonders froh, dass sie weiterhin im Vorstand sei, ihm ihre Unterstützung versichert habe und ihn noch ein wenig „am Händchen führen“ werde, so Hans-Josef Berndt.

Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender Willi Bündgens lobte auch die gute Zusammenarbeit von Stadtverband und Fraktion, fand jedoch barschere Worte für die SPD, die mit der Verwaltung eng zusammenarbeiten würde, während die CDU sich alles erarbeiten müsse und konterte auch zum Vorwurf des Bürgermeisters Rudi Bertram, die CDU habe ihn in die rechte Ecke gerückt. Die CDU werde jedoch dagegen halten und zwar mit „moderner Politik“, so der Fraktionsvorsitzende. „Wir sind noch nicht am Ende des Weges, aber auf einem guten Wege“, schloss er schließlich ab.

Ein wichtiges Thema der Mitgliederversammlung waren ebenfalls die Windkraftanlagen, welche nach langen Berechnungen nördlich von Fronhoven errichtet werden sollen. Sämtliche rechtlichen Vorgaben würden erfüllt werden, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Graff. Die Lohner würden jedoch immer noch mit dem Kopf schütteln, Vorwürfe, wie der wirtschaftliche Nutzen sei wichtiger als das Wohl der Bevölkerung, würden laut werden.

Mark Pützer, Mitglied des Planungs-Umwelt-Bauausschuss, berichtete im Anschluss über die „Neue(n) Höfe“, ein 3,7ha großes Baugebiet zwischen der Sebastianusstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Karl-Arnold-Straße. Hier solle ressourcensparendes Bauen vorangetrieben werden (wir berichteten mehrfach). Ein „zukunftsweisendes Projekt“, so Mark Pützer, auf das an diesem Abend aber auch ein kritischer Blick geworfen wurde. So sei die Parkplatzsituation weiterhin ein großes Problem. Bis 24. März können noch Einwände eingereicht werden.

Der Vorsitzende ging abschließend ebenfalls auf das Thema Notfallpraxis in Eschweiler ein. Im gesamten Nordrhein sollen statt 61 nur noch 41 Notfallpraxen tätig sein, im Kreis Aachen sollen diese daher von vier auf zwei reduziert werden. Er reagierte somit auf einen Vorwurf der SPD, die CDU habe keine Meinung. Er wolle den Bürgern mitteilen, dass sie nur eine andere Taktik haben würden. Sie würden nichts von einem Provokationszug halten, sondern stattdessen sachlich und fachlich überzeugen wollen. „Wir müssen an einem Strang ziehen“, weiß Hans-Josef Berndt „nur gemeinsam sind wir stark!“ Die Eschweiler Notfallpraxis sei eine super organisierte Einheit, die hervorragend funktioniere. „Rumzupoltern“, so der Vorsitzende, sei jedoch die falsche Strategie. An einer Unterschriftenaktion zum Erhalt der Praxis würden sie sich jedoch beteiligen. „Packen wir es alle gemeinsam an!“

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