CAE besteht auf Abbau von rund 150 Stellen

Von: Nicola Gottfroh
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Stolberg. Die Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern bei der Stolberger CAE Elektronik GmbH, dem Betriebsrat und der IG Metall zu den angekündigten Betriebsänderungen und Entlassungen in dem Unternehmen mit der zweithöchsten Beschäftigtenzahl Stolbergs sind in die zweite Runde gegangen.

Geschäftsführer Ulrich Aderhold hat die Pläne des Unternehmens zur Betriebsänderung im Verlauf des Gesprächs vorgestellt.

Darin enthalten sind die Outsourcing-Pläne und die strategische Ausrichtung der CAE Elektronik GmbH für die Zukunft: „Von den Outsourcing-Plänen betroffen sind Kantine und Hausverwaltung. Nach Meinung der Geschäftsleitung ist diese Randbelegschaft nämlich ineffizient”, erklärt Gewerkschaftssekretär Martin Peters und betont: „Tatsache ist aber, dass die Mitarbeiter derzeit die Tarifgehälter der IG Metall beziehen. Würden diese Bereiche aber ausgelagert, bezögen die Mitarbeiter nicht mehr den Tariflohn. Das ist nichts anderes als eine Niedriglohnstrategie.” Verhandelt wurde in der zweiten Gesprächsrunde vor allem über das Thema Personalabbau.

Trotz intensiver Gespräche zieht Martin Peters ein ernüchterndes Fazit: „Die Geschäftsführung zeigte trotz mehrstündiger Diskussion und Anführung vielerlei alternativer Aspekte und Argumente keinerlei Bereitschaft, von der Zahl der 145 zu kündigenden Mitarbeiter abzuweichen.”

Weder potenzielle Ergebnisverbesserungen noch interne Versetzungen seien als Alternative zu Entlassungen beziehungsweise als Argument für einen geringeren Arbeitsplatzabbau in Erwägung gezogen worden. „Man ist nicht bereit, von den 145 Entlassungen auch nur um eine oder zwei abzuweichen und will mit dem Kopf durch die Wand”, sagt Peters.

Dabei, so betont der Gewerkschaftssekretär, gebe es gute Argumente, die Zahl der Entlassungen doch noch deutlich zu reduzieren: „Wenn das Unternehmen nur ein Prozent mehr Umsatz für 2013 als geplant macht, dann können circa 35 Mitarbeiter mehr ihren Job behalten. Und das Unternehmen könnte noch immer die gesetzten Renditeziele erfüllen”, so Peters. Vor allem aber ärgert den Gewerkschafter die Tatsache, dass nicht alle 45 Mitarbeiter, die das Unternehmen aus freien Stücken seit August verlassen haben - diese Zahl stellt immerhin ein Drittel der abzubauenden Stellen dar - nach Willen der Geschäftsleitung teilweise nicht angerechnet werden sollen.

Die IG Metall, der Betriebsrat und Gewerkschaftssekretär Peters stellen jedoch auch nach dieser wenig zufriedenstellenden zweiten Verhandlungsrunde in Frage, dass tatsächlich 150 Stellen gestrichen werden müssen.

Dritte Runde

Am 19. Januar geht es in die dritte Verhandlungsrunde. „Dann wollen wir noch einmal versuchen, die Geschäftsleitung davon zu überzeugen, dass ein Stellenabbau auch in geringerem Umfang möglich ist und dass sich die Strategie des Outsourcings nicht rechnet”, so der Betriebsratsvorsitzende Erich Meyer.
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