Buttersäure-Attacke: Gebäude bleibt am Freitag geschlossen

Von: tim/lk
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Großeinsatz: Die Feuerwehr rückte am Donnerstagmorgen zum Städtischen Gymnasium aus. Starker Buttersäuregeruch sorgte dafür, dass 500 Schüler das Gebäude verlassen mussten. Foto: Timo Müller
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Die Einsatzkräfte kontrollierten unter Atemschutz das Gebäude. Foto: Timo Müller
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Bürgermeister Rudi Bertram (links) und Axel Johnen, Leiter der Eschweiler Feuerwehr, waren vor Ort. Foto: Timo Müller
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Auch die Mensa am Nebengebäude war betroffen. Foto: Timo Müller

Eschweiler. 80 Einsatzkräfte der Eschweiler Feuerwehr, ein Rettungshubschrauber sowie ein Messzug der Städteregion waren am Donnerstagmorgen zum Städtischen Gymnasium ausgerückt. Sowohl im Hauptgebäude der Schule an der Peter-Paul-Straße, als auch in der Mensa im Nebengebäude an der Preyerstraße war starker Buttersäuregeruch wahrgenommen worden.

Zwei Personen wurden leicht verletzt und mussten nach einer ersten notärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Sie konnten das Krankenhaus jedoch inzwischen wieder verlassen.

Die Schulleitung reagierte umgehend und begann noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit der Räumung der beiden Gebäude. So wurden rund 500 Schüler in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr, die einen Gesamtwehralarm in der Stadt auslöste, jedoch zwei Löschzüge zur taktischen Bereitschaft zurückhielt, sperrte das Gebiet um die Schule weiträumig ab und begann unter dem Einsatz von Atemschutzgeräten, die beiden Gebäude nach dort verbliebenen Schülern zu durchsuchen, bevor danach Hochleistungslüfter eingesetzt wurden.

Ein Chemie-Fachberater der Feuerwehr begann dann, gemeinsam mit einem Chemielehrer der Schule, mit der Neutralisierung des Stoffes, welcher anscheinend mutwillig an den beiden Orten verschüttet worden war. Danach übernahm eine Fachfirma die endgültige Beseitigung der Chemikalie, deren Dämpfe beim Menschen Haut-, sowie Atemwegsreizungen verursachen kann.

Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz um 15.30 Uhr. Da der Buttersäuregeruch an zwei Orten und etwa zum gleich Zeitpunkt auftrat, geht die Schule von einem gezielten Anschlag aus. Da zur endgültigen Neutralisierung des Geruchs erfahrungsgemäß 24 Stunden vergehen, bleibt das Hauptgebäude des Gymnasiums am Freitag komplett geschlossen.

In der 1. Stunde findet eine Dienstbesprechung für alle Lehrer in der Mensa statt. Für die Schüler entfällt der Unterricht in der ersten Stunde. Ab der zweiten Stunde findet der Unterricht im Nebengebäude für alle, die nach Stundenplan dort Unterricht haben, regulär statt. Für alle anderen Schüler entfällt der Unterricht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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